Thailand Newsfeeds der internationalen Presse / Blogs:

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Eigene Beiträge / Hinweise auf lesenswerte Thailand Berichte:


Freitag, 21. September 2007

Farangs über Thais - Oder: Wenn Abzocker(?) über Korrupte(?) schimpfen!

Thread auf XING!

Kürzlich bin ich auf der Business Community XING (www.xing.com) auf einen interessanten „Thread“ gestossen. Dabei diskutierten Farangs mitunter munter und engagiert über die Fähigkeiten von Thais. Es ging um die Frage, ob man Thais für ein IT Call Center einsetzen (gebrauchen) könne und ob es der Kosten und des Englisch wegen vielleicht nicht besser wäre, auf ein Call Center im philippinischen Raum zu setzen. Im Laufe der Diskussion kam man vom Thema ab und fand sich schnell in einer neuen Diskussion zum Thema Korruption in Thailand wieder. Dabei stiess ich zu meiner Überraschung auf einen mir wohl bekannten Farang, welcher hier artig und engagiert mitdiskutierte! Dieser Herr machte mir vor einem Jahr ein unglaubliches Angebot, welches mich damals ziemlich vor den Kopf stiess. Im Verlaufe meines Berichtes werde ich ihn einfach „EE“ nennen.
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Zur Geschichte.
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Vor ziemlich genau einem Jahr bin ich auf XING per Zufall auf EE gestossen. Da er damals wie er sagte, von Koh Samui nach Bangkok ziehen würde, möchte er gerne wissen, wo es hier schöne und saubere Strände gäbe, so wie in Koh Samui. Schnell hatte man auf XING ein paar Worte gewechselt und als er vorschlug, man könne sich ja später mal in Bangkok treffen, sagte ich zu. Auf den ersten Blick machte er mir als CEO und Firmeninhaber einer IT Firma einen anständigen Eindruck. Da ich mich zu diesem Zeitpunkt gerade mit dem Thema Jahresvisa befasste und kurz zuvor etwas zum Thema Firmengründung in Thailand las, stellte ich ihm beiläufig gleich noch ein paar Fragen dazu. Seine Antwort, mit überraschend "unkonventionellem" Angebot kam postwendend!

Das Angebot.
(wörtlich übernommen aus seinem XING-Mail)

Wenn Du selber die Steuern und Dein Gehalt zahlst (wie bitte?) - mindestens 1'000.-- € pro Monat (das sind 12'000.-- € / Jahr, resp. über 1/2 Millionen in Thai-Baht!!) für Europäer + 5%, dann kann EE Co. Ltd. Dich "anstellen" (dabei hatte ich Fragen zur Firmengründung!). Damit würdest Du dann auch ein Jahres Visa bekommen (ein auf dem Papier unverheirateter muss allerdings min. 65'000.-- Baht / Monat, oder 800'000.-- auf einer Thai Bank nachweisen!). Die 5% sind für den „Verwaltungsaufwand" und bleiben bei EE Co. Ltd. Die 30% (wie bitte?) Steuern führt EE Co. Ltd. an den thailändischen Fiskus ab (
tatsächlich??), 700.-- € kriegst Du dann "versteuert" wieder als Gehalt ausbezahlt (tatsächlich??). Dies ist zwar eine "relativ teure" Alternative (ca. 350.-- € / Monat {oder 4200.-- € / Jahr, resp. rund 190'000.-- Baht!!}), hat aber den Vorteil, dass man nie wieder aus Thailand raus muss (tatsächlich??) und dass man auch mal ggf. einen Kredit bei einer thailändischen Bank bekommt, oder hier z.B. ein Auto leasen kann (tatsächlich??). Man hat ja dann für diese Fälle schliesslich seine „Verdienstbescheinigung“ von EE Co. Ltd.! (tatsächlich?? - und das alles ganz legal??!!)
Betreffend Firmengründung hatte ich ja hier genug Verwandtschaft, 6 Thais der Familie, 1 Thai als Notar und die Stimmrechte habe ich entsprechend geändert (tatsächlich??). 51% der Firma gehören den Thais, 49% gehören mir als Farang, was heisst, dass EE Co. Ltd. die 10 fachen Stimmrechte hat (tatsächlich??) und damit 490 Stimmen gegen 51 Thai Stimmen stehen und ich damit hier das Sagen habe… ;-) (tatsächlich??). Ein Business Visa B mit mehrfach Wiedereinreise habe ich in München geholt (120 €)… (dabei ist aber EE schon weit über 1 Jahr in Thailand...)

Gibt es gute Gründe, dieses Angebot als seriös einzustufen?
Über alle Zweifel erhaben? - dann weiter lesen…


EE hat auf seiner XING Kontaktseite seine Standorte innerhalb nur eines Jahres mehrfach gewechselt (kann ja vorkommen). Einmal stand da "Koh Samui/Dubai/Deutschland", dann "Bangkok/Dubai/Deutschland", später dann "Koh Samui/München/Berlin" und
zwischendurch meldete sich EE dann plötzlich aus seiner „Nordost Zweigstelle“ (??) in Somdet-Kalasin, wo er laut Aussage auf seinem Familien-Blog (auf den ich zufälligerweise stiess), vorübergehend dankend von den Eltern seiner Frau aufgenommen wurde und auf Fotos auf einer einfachen Schlafmatte mit Laptop zu sehen war. In diesem E-Mail teilte EE mit, dass er „seinen Geschäftssitz“ in Koh Samui zwischenzeitlich geräumt habe und sich wegen der Geburt seines Kindes in seine „Nordost Zweigstelle“ in Somdet-Kalasin (Isaan) begeben hätte, von wo aus er die Verlegung seines neuen „Headquarters“ in ein neues Bürogebäude in MinBuri/Bangkok in Angriff nehme. Wenige Monate später war dann auf XING zu erfahren, dass er mit seinem „Headquarter“ neuerdings Stellung in Rayong bezogen habe und als neuestes liess er dann in besagtem Thread verlauten, dass er dieses wieder zurück nach Koh Samui verlegen werde (wozu die ganzen Umzüge??), von wo aus er dann (laut Informationen auf seiner Firmenwebsite) „seine Geschäfte“ führen und dabei die Meersicht aus seinen Büros geniessen könne, was er auf seiner Website auch gleich mit einem tollen Bild einer Villa dort zur Schau stellt, wo andere Unternehmen normalerweise mit erfolgreichen Projekten werben!

Um dem Haupt die Krone aufzusetzen, denkt EE jetzt neuerdings noch über die Suche (oder Gründung?) eines neuen IT Unternehmens in den Philippinen nach, das Ende dieses Jahres dort starten soll (einfach genial, vom Gedanken zur Realisierung in nur wenigen Monaten...!!).

Anderer Standort, andere Frage.

Wie kommt es eigentlich, dass EE am 28.5.07 noch die Zeit hat, auf einer Dubai „Geschäftsreise“ (wie er weiter in diesem Thread vorgibt) aus einem Internet Café in Dubai wacker in dieser heiteren Runde weiter zu diskutieren, wenn doch nebst allem noch die Verlegung seines „Headquarters“ nach Koh Samui ansteht? Warum benutzt er dazu eigentlich nicht seine „Zweigstelle“ in Dubai und als CEO einer IT Firma seinen Laptop, der auf seinem Familien-Blog ja deutlich zu sehen war?
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In dieser kurzen Mitteilung (innerhalb dieses Threads) kündigte EE dann auch gleich an, dass er sich später wieder aus Koh Samui melden würde (sobald sein Umzug über die Bühne sei), was er dann etliche Wochen später auch machte. Das Erstaunliche dabei ist, dass er auf seinem privaten Blog (nur wenige Tage nach Dubai) auf einem Bild während einer Massage auf Koh Samui zu sehen ist! Dabei stellt sich die Frage, wie es möglich ist, in nur wenigen Tagen von Dubai nach Thailand zurückzukehren und in der gleichen Zeit noch das ganze „Haedquater“ nach Koh Samui zu verlegen und erst noch genügend Zeit für eine Massage zu haben!
Vielleicht alles nur bla bla bla oder einfach ein Wunderknabe?

Website.

Dann gibt es da noch eine Website eines Ingenieurbüros EE in Deutschland, welches laut Angaben auf der Website von EE Co. Ltd. seine Dienstleistungen an EE nach Thailand outgesourced hat. Dabei geht aus der Site nichts Handfestes hervor und man kommt nicht drum herum sich zu fragen, ob es sich hierbei überhaupt um eine reale Firma handelt, zumal unter Kontakt eine c/o Adresse steht. Ungereimtheiten findet man auch auf der EE Co. Ltd. Website, wo EE seit bald einem Jahr (bei all seinen Umzügen wohlverstanden!!) immer in etwa die gleichen 10(!) Leute sucht, die er mit einem angenehmen & lockeren Arbeitsklima, kostenloser Unterbringung während der Praktikumszeit, Internetanschluss (auch zur Privatnutzung), 100,- € Taschengeld pro Monat und 3 Wochen bezahltem Urlaub im Jahr lockt, was übrigens seinen Angaben im Thread (2 Wochen Ferien) widerspricht. Andererseits werden da auch noch Salärgebote von 15'000.-- bis 30'000.-- Baht diskutiert, welche auch in Thailand kaum reichen dürften, um gut qualifiziertes (vor allem Farang) IT Personal zu kriegen, wenn man dann andererseits die
Anforderungen an die Leute auf seiner Website gegenüber stellt!

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In Bezug auf EE’s damaligem Angebot könnte man am Schluss glatt weg auf die Idee kommen, EE’s Bewerber und andere Kontakte, könnten mit gleichen oder ähnlichen Angeboten konfrontiert werden...?

Vielleicht alles nur ein Hirngespinst des Autors?

Natürlich möchte ich EE nicht zu nahe treten und schlussendlich kann sich ja jede Leserin und Leser seine eigene Meinung bilden…

Wenn man allerdings den verschiedenen Berichten in Medien und auf Thai Foren glauben darf, so halten sich in Thailand offenbar einige Farangs (Ausländer) auf, die ihre Kontakte zu anderen Farangs nicht immer nur für freundliche Zwecke nutzen...!

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Das Jahresvisa habe ich dann übrigens ohne "EE" für umgerechnet rund 130.-- € in der Immigration in Bangkok bekommen (inkl. mehrfach Aus- und Einreisemöglichkeit)!

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Nachtrag vom Februar 2008:
Anfangs Februar 2008 schickte mir ein Leser einen Internet Link, den er mit meinem Bericht in Verbindung brachte: www.computerwoche.de/heftarchiv/1995/27/1115465
Dabei richtete er sein Augenmerk auf das Ingenieurbüro mit dem gleichnamigen Besitzer und traf damit den Nagel auf den Kopf! Das Internet vergisst nie!

Nachtrag vom März 2008:
Neuerdings inseriert EE in einem bekannten Thai-Newsletter. Interessanterweise sucht er noch immer neue Angestellte ohne Ende...

Nachtrag vom April 2008:
EE beklagt sich per E-Mail über mein Posting. Ich entferne seinen Namen und Mutmassungen, möchte aber an der Stelle nochmals auf folgenden Link hinweisen: www.computerwoche.de/heftarchiv/1995/27/1115465
(man beachte die 2. Zeile des 2. Abschnitts)

Samstag, 8. September 2007

Geschichte der traditionellen Thaimassage (und mehr...)


Anstatt in stetiger Regelmässigkeit die News von TIP Thailand, Thaipage & Co. zu kommentieren, beabsichtige ich, in Zukunft auch mit anderen Themen aufzuwarten. So habe ich für heute das Thema Thaimassage gewählt.

Andere Themenwünsche sind unter "Kommentar" herzlich willkommen.

Die traditionelle Thaimassage ("Nuad" genannt), hat in der Geschichte der Heilbehandlung weit zurückliegende Wurzeln. Die Ursprünge der traditionellen Thaimassage liegen in Indien und lassen sich bis ca. 2500 Jahre zurückverfolgen. Als Begründer der Thaimassage-Praktiken, gilt der nordindische Arzt Jivaka Kumar Bhaccha. Dieser war Leibarzt des Magadha-Königs Bimbisara und ein Zeitgenosse Buddhas. Jivaka Kumar Bhaccha wird noch heute in Thailand als Vater der Medizin verehrt. Vor mehr als 500 Jahren gelangten die indischen Massage-Praktiken nach Thailand und wurden hier von Heilkundigen und Mönchen am Königshof weiterentwickelt. König Rama III liess im Jahr 1832 jahrhunderte alte medizinische Texte im Kloster Wat Po in Bangkok in Stein hauen. Diese alten Texte hatten einen hohen Stellenwert und wurden ähnlich verehrt wie buddhistische Schriften. Im Kloster Wat Po befindet sich noch heute die anerkannteste Schule für die traditionelle Thaimassage.

Die Praktiken der damaligen Zeit haben sich bis heute kaum verändert. Allerdings werden im Gegensatz zu früher hauptsächlich Thai-Massagedienste von nicht medizinisch geschultem Personal angeboten. Dabei handelt es sich vorwiegend um Frauen (viele aus dem Isaan), die ihr „Handwerk“ in einer der vielen Thai-Massageschulen in Bangkok oder Pattaya (etc.) erlernten, oder einfach von ihren Kolleginnen angelernt wurden. Dabei sind neue Massage Varianten hinzugekommen. So werden heute auch Fuss- und Ölmassagen usw. angeboten. Die Preise der traditionellen Thaimassage haben sich in den vergangenen Jahren kaum verändert. Auch heute zahlt man in der Regel immer noch um die 200 Baht. In manchen Touristenorten können die Preise allerdings schnell mal um die 50-200 Baht (oder mehr) variieren, je nach Unverfrorenheit des Anbieters. Eine Ölmassage bekommt man in der Regel ab 300 Baht. Auch hier können die Preise variieren.

Im Laufe der Zeit, haben
Masseurinnen heraus gefunden, dass männliche Urlauber (und vielleicht auch Frauen?) gegen eine "erweiterte Variante" der Ölmassage nicht abgeneigt sind. So kann es „Mann" schon einmal passieren, dass er -selbst in seriös anmutenden Massage Tempeln- mitten während der Massage von der Masseurin auf charmante und lächelnde Weise gefragt wird, ob er zusätzlich gerne eine „very nice“ Massage wünscht. Die Frage kann so selbstverständlich gestellt werden, wie die nach der Pomade beim Haareschneiden. So verdienen sich viele der oft noch recht jungen, aber hin und wieder auch in die Jahre gekommenen Frauen schon gerne einmal ein nettes Trinkgeld (ca. 300 - 600 Baht), mit dem dann gerne und oft die ahnungslosen, oder zumindest so agierenden Eltern und Familienmitglieder (Reisbauern, Farmer etc.) in der Heimat unterstützt werden.

Zum Schutz der Branche sei allerdings erwähnt, dass viele der Masseurinnen (und natürlich auch Masseure) ihre Arbeit nach wie vor sehr ernst nehmen und aus Freude und Überzeugung ausüben, ohne dabei primär ans "Trinkgeld" zu denken, - das andererseits wiederum vielen armen Thai-Familien (vorwiegend) im Norden helfen kann, ein etwas besseres und angenehmeres Leben zu führen...

Samstag, 1. September 2007

Happy Birthday - 1 Jahr ThaiLive!

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Ein Tag, an dem ich sicher etwas stolz sein darf, denn genau heute vor einem Jahr habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es war Freitag der 1. September 2006, als ich die ersten Besucher mit der Nachricht: "Sawasdee bei ThaiLive" begrüsste.
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Was ursprünglich für Familie und Freunde gedacht war, entwickelte sich schnell zu einem öffentlichen Blog mit dem Thema: "Leben in Thailand". Neben privaten Beiträgen folgten Berichte von generellem Interesse und bald einmal begann ich, News von TIP Thailand, Thaipage & Co. (mit Einverständnis der Redaktion) zu kommentieren. Mit Beginn des Jahres 2007 habe ich dann auch das Design weiter verbessert. Mit der Entwicklung des Blogs bin ich sehr zufrieden und es wäre toll, wenn sich meine Seite einer zunehmenden Beliebtheit erfreut, um dank regerer Kommentare an zusätzliche Informationen zu gelangen, die sowohl mir wie auch einem breiten Publikum dienen würden. Beachten Sie deshalb immer am Ende jedes Berichtes die zur Verfügung stehende „Kommentare“ Möglichkeit und nutzen Sie diese so oft Sie wollen!
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In der folgenden Phase werde ich zusätzlich Berichte und Informationen allgemeinen Interesses hinzuzufügen. So erscheint hier in Kürze ein Bericht über die traditionelle Thaimassage. Neben weiteren Kommentaren zu News von TIP, Thaipage etc., werden vor allem auch Informationen zu Heirat, Visa, Autokauf, Hauskauf etc. folgen, die sicher speziell Neuankömmlinge in diesem Land (zwangsläufig) interessieren dürften!
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Also dran bleiben und weiterhin viel Spass beim Lesen!
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ThaiLive Autor
Markus K. Zimmermann

Mittwoch, 29. August 2007

Zahl des Tages: 600 Millionen Asiaten leben in Armut!

Rund 600 Millionen Menschen in Asien haben weniger als einen Dollar pro Tag zum Leben zur Verfügung. Trotz des starken Wirtschaftswachstums der vergangenen Jahre sind Hunger und Armut noch immer Realität, erklärte die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) kürzlich in Manila. Es bedürfe neuer Strategien, um den ärmsten Menschen zu helfen, die zumeist auf dem Land leben und sich nur mit einfachster Agrarwirtschaft über Wasser halten können. 2015 soll die Region Schätzungen zufolge schon nahezu die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung erbringen. Gleichzeitig erwartet die ADB, dass weiterhin die Hälfte der Armen in der Welt dort leben wird. Ironischerweise ist es das bemerkenswerte Wirtschaftswachstum Ostasiens, das ursprünglich auf Fortschritten in der Landwirtschaft baute, das jetzt die Einkommensunterschiede zwischen Stadt- und Landbewohnern stark verschärft, sagte ADB-Vizepräsident Lawrence Greenwood. AP
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>> SELBST GEHÖRT - SELBST GESEHEN - SELBST ERLEBT <<
ThaiLive Kommentar zum Thema:
Thailand, Asien, Ostasien, Agrarwirtschaft , Armut...

Zu Asien gehört natürlich auch Thailand und wenn ich so beobachte, wie die Menschen in der Provinz draussen leben, kommt es mir manchmal vor, als wäre die Zeit hier irgendwann stehen geblieben! So könnte dann auch der Unterschied zum Leben in Bangkok kaum grösser sein, obwohl selbst dort viele arme Menschen und teilweise in einfachsten Hütten leben. In Europa wäre eine solche Lebensweise nur schon des Klimas wegen so niemals möglich. Die meisten Farmer leben in einfachen Hütten aus Holz, Stein, Bambus und Stroh. Viele Strohdächer sind den Wellblech-Dächern gewichen, obwohl eigentlich Stroh Klima technisch gesehen viel das bessere Material ist. Wer schon einmal längere Zeit unter einem Wellblech-Dach verbracht hat, weiss was ich damit meine. Wegen Überschwemmungen, Ungeziefer und Schlangen, werden die Hütten oft auf Pfählen, oder auf einer mit Erde aufgeschütteten Plattform gebaut . Nur sehr wenige Thais können sich hier ein gemauertes Haus leisten, es sei denn, die Tochter ist als Bargirl in Bangkok oder Pattaya etc. unterwegs und angelt sich dort einen flotten grosszügigen und mitleidigen Farang. Deren Häuser erkennt man oft und schnell an der etwas anderen und kostspieligeren Bauweise. Oft gibt es für die Farmer keinen anderen Weg, um sich auch zu den betuchteren zählen zu dürfen, denn gut leben, ohne dabei viel zu arbeiten will hier eigentlich jeder! Reisbauern sind sich dann aus ihrer geschichtlichen Entwicklung heraus auch gar nicht gewohnt, das ganze Jahr hindurch hart zu arbeiten, weil es in der Regel nur 1-3 Anbauperioden gibt, bei denen kurzfristig und vorübergehend harte Arbeit angesagt ist. Beim Heranwachsen der Reispflanzen ist dann das grosse Warten angesagt, das oft und gerne in der Hängematte, vor dem TV mit Seifen-Opern ohne Ende, mit Essen und Trinken und mit Zocken (verbotenes Kartenspielen um Geld). Dabei lassen sie sich oft den ganzen Tag mit Thai Sound aus ihren meist äusserst überdimensionierten Lautsprechern berieseln und das in einer Lautstärke, wo in Europa schon längstens jeder zum Telefon gegriffen hätte, um seinen Nachbarn bei der Polizei wegen Ruhestörung und öffentlichen Ärgernisses zu verzeigen. Die Leute haben im Laufe der Zeit auch gar nie gelernt, was Ehrgeiz bedeutet und was es heisst, mit seiner Zeit etwas sinnvolles anzufangen. Aus ihrer Sicht ist das nämlich absolut richtig was sie tun und sie können auch gar nicht verstehen, wozu man sich sinnlos abrackern und sich den Schweiss in die Stirn treiben soll, wenn es doch auch so geht! Diese Verhaltensweise wird sich wohl auch in den nächsten 100 Jahren kaum ändern und deshalb könnte ich wohl auch im Jahr 3007 wieder mit einer ähnlichen Zahl des Tages aufwarten, wenn ich bis dann nicht schon längstens das Zeitliche gesegnet hätte…

Montag, 20. August 2007

Verfassungs-Ultimatum vom Volk akzeptiert!


Und hier nun die Ergebnisse der Wahlen vom Sonntag:

Gesamtergebnis: 56,7% JA, 41,4% NEIN!

Die Abstimmung über die Annahme der neuen Verfassung Thailands durch das Volk brachte eine Mehrheit für den Entwurf der Militärregierung. 25 Millionen der insgesamt 44,2 Millionen Wahlberechtigten gingen zur Wahl. Das ist eine Wahlbeteiligung von 56,8%.
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Allerdings manifestierte die regionalen Ergebnisse die geografische Spaltung des Landes:
Bangkok: 1 487 093 JA-Stimmen (64,5%), 792 694 NEIN-Stimmen (34,4%)
Zentralthailand: 4 183 133 JA-Stimmen (66,3%), 2 010 639 NEIN-Stimmen (31,9%)
Nordthailand: 2 572 484 JA-Stimmen (51,6%), 2 299 379 NEIN-Stimmen (46,1%)
Nordostthailand (Isaan): 2 741 799 JA-Stimmen 36,3%), 4 673 706 NEIN-Stimmen (61,9%)
Südthailand: 2 887 990 JA-Stimmen (86,5%), 380 972 NEIN-Stimmen (11,4%)

Der arme, volkreiche Nordostteil Thailands befindet sich also weiterhin mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit unter dem Einfluß der verbotenen Thai Rak Thai Party des von der Militärregierung abgesetzten Ex-Premierministers Thaksin Shinawat. In der Hauptstadt und der Zentralregion ist es etwa umgekehrt. Das macht das Regieren einfacher...

Die Mittelklasse Bangkoks akzeptierte die Notwendigkeit eines militärischen Eingriffs in demokratische Abläufe. Man könnte das als ein Zeichen für die fehlende demokratische Denkbasis bezeichnen. Der wirtschaftliche Nutzen steht im Vordergrund. Thaksins populistische Aktionen wurden von der Mittelklasse finanziert, darum wurden die Befreier-Kanonenrohre in Bangkok damals auch mit Blumen dekoriert.

Das jetzige Abstimmungsergebnis beweist erneut: Es ist der demokratische Wille der Mehrheit, undemokratische Aktionen zur Rettung der Demokratie zu akzeptieren... Die Bereitschaft zur Akzeptanz solcher Eingriffe auch in Zukunft, wenn diese zu ihrem Nutzen erfolgen, dämpft Hoffnungen auf eine strukturelle Verbesserung in Thailand und nährt die Befüchtung einer verdeckten militärischen Dominierung der Zukunft Thailands. Nun bleibt zu hoffen, daß sich diese Befürchtungen nicht erfüllen.

Stimmen zur Wahl:
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Der amtierende Premierminister General Surayud Chulanont kündigte Neuwahlen an bis Ende des Jahres. Er schloß ein Weiterregieren der Militärs und ihr Engagement in der Politik für die Zukunft aus. Angesichts der Voraussetzungen drängt sich ein Ausspruch auf, der dem bayrischen Politiker Franz Josef Strauß zugesprochen wird: Er soll mal gesagt haben: Mir es es gleich, wer unter mir Bundeskanzler wird. General Surayud ist, wohl aufgrund seiner Ausbildung, da offensichtlich im Besitz gesicherter Kenntnisse...

Der Vorsitzende des Revolutionsrates der Putschisten, General Sonthi Boonyaratgalin, meinte zum unbefriedigenden Isaan-Ergebnis, daß wohl zu wenig Menschen die Botschaft und Aufklärung der Regierung vor der Wahl vernommen hätten. Er machte immer noch keine definitive Aussage, ob er nun nach seiner Pensionierung in die Politik gehe oder nicht.

Abhisit Vetjajiva, Chef der Demokratischen Partei, bezeichnete die Annahme des Referendums als Neubeginn für Thailand. Die Mehrheiten zeigen, daß er es mit seinen Demokraten schwer haben wird, seine Vorstellungen zu verwirklichen, die sich nur auf ihre allerdings komfortable Mehrheit im Süden stützen können.

Aus dem Mund von Chaturon Chaisaeng, dem designierten Führer der Mitglieder der aufgelösten Thai Rak Thai, hörte man in diplomatischer Form, wie man sich die Zukunft vorstellen kann: Die Verbotenen akzeptieren zwar theoretisch den Gesamtwillen des Volkes, aber man werde mit Hochdruck daran arbeiten, die gerade abgesegnete Verfassung auf demokratischem Weg zu verbessern. Das läßt tief blicken für den bevorstehenden Wahlkampf. Diejenigen, die gegen Thaksin und die Militärregierung sind, üben sich in der Kunst des Pfeifen im Walde.
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Es sei eine wundervolle Überraschung, daß die Ablehnungsquote angesichts der ungünstigen Voraussetzungen über 40% liege, meinte der prominente Bürgerrechtler Prof. Somchai Preechasilpakul, Dozent für Recht an der Chiang Mai University. Was wären da erst unter einer neutralen Wahlkommission und ohne Einschüchterungsmaßnahmen für Ergebnisse herausgekommen.
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Zwei Mitglieder der Wahlkommission sind gleichzeitig Verfassungsschreiber, und die Kampagne der Gegner, die Wahl zu boykottieren, wurde verboten. Es gab sogar Gegner der Verfassung, die die Militärregierung zum Verlierer erklärten... die meisten der Ablehnenden seien offensichtlich gegen den Coup und die Militärregierung, meinte Uchane Cheangsan, ein führendes Mitglied des September-Netzwerks gegen den Coup

Die Verantwortlichen für Investitionen üben weiterhin Schadensbegrenzung auf dem Investitionsmarkt und wiederholen Beschwörungsformeln: Maris Tarab, Vorsitzender der Association of Investment Management Companies, meinte, das Abstimmungsergebnis wirke sich positiv auf die Märkte aus. Er schloß daraus, daß sich die politische Situation “stabilisieren“ würde – vielleicht weiß er schon mehr darüber, auf welchem Weg und mit welchen Mitteln... Für Investoren und deren Broker steht der Zweck im Vordergrund, der die Mittel heiligt...
TIP.TH

Sonntag, 19. August 2007

Thailand: Abstimmung über neue Verfassung!

Auch die Schweiz befasst sich mit dem Thema und berichtet heute unter www.news.ch wie folgt:
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Bangkok - In Thailand hat am Sonntag ein Referendum über die nach dem Militärputsch im vergangenen September neu geschriebene Verfassung begonnen. Beobachter sehen darin auch eine Abstimmung über die mit zunehmendem Unmut betrachtete Übergangsregierung, die bis Ende des Jahres demokratische Neuwahlen versprochen hat.
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Die neue Verfassung fördert kleinere Parteien und gibt dem Militär stärkeren Einfluss. Sie wurde nach dem Sturz von Premierminister Thaksin Shinawatra ausgearbeitet, dem die Putschführer Korruption und Unterhöhlung der demokratischen Institutionen vorgeworfen hatten.
Der frühere Polizist, der in der Telekomindustrie zum Milliardär geworden war, hatte seine Thai Rak Thai-Partei durch Zusammenschlüsse mit anderen Parteien zur stärksten Kraft gemacht.

Beobachter rechnen mit Mehrheit für Verfassung
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Er dominierte das Parlament wie kein anderer Premierminister vor ihm. Alle in der Verfassung von 1997 vorgesehenen Überwachungsgremien besetzte er nach seinem Wahlsieg 2001 mit Gefolgsleuten. Die neue Verfassung soll eine ähnlich dominierende Figur verhindern.
Insgesamt sind 45 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Beobachter rechnen mit einer Mehrheit für die neue Verfassung. Ein vorläufiges Ergebnis wurde noch am Sonntagabend erwartet.
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Dem kann ich eigentlich nichts hinzufügen und bin nur mal gespannt, wie die Wahlen ausgehen werden, obwohl mir der Inhalt der neuen Verfassung im Detail ebenso wenig bekannt ist, wie dem Rest der Bevölkerung. Auf Grund von was diese mit Ja oder Nein abstimmen, ist für mich dann auch völlig schleierhaft! Ich nehme aber mal an, dass auch in diesem Fall die Mund zu Mund Propaganda wieder voll am werkeln ist und viele nach Gutdünken und vom hören sagen entscheiden werden...

Samstag, 18. August 2007

Öko-Touristen willkommen: TAT

Bericht:

Thailands Tourismusbehörde (TAT) möchte, daß in- und ausländische Urlauber ihren Teil zur Linderung der Erderwärmung leisten und an umweltfreundlichen Aktivitäten teilnehmen. Zu diesem Zweck lanciert sie eine neue Kampagne mit dem schönen Titel „Low Emission Tourism Thai“ (deutsch etwa Thailändischer Niedrigemissionstourismus). Als Highlight dürfen Touristen Trips buchen, auf denen sie Bäumchen pflanzen sollen. Außerdem will die Kampagne Hoteliers dazu bringen, umweltverträgliche Container zu verwenden und Fahrradtouren anzubieten. TIP.TH

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ThaiLive Kommentar zum Thema:
Thailand, Tourismus, Emissionen, Erderwärmung…
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Bei dieser Meldung musste ich nun wirklich schmunzeln und die Entwicklung eines Lachanfalls sanft unterdrücken! Dem thailändischen Wunsch nach mehr so genannten „Qualitätstouristen“ folgt nun also auch noch der Wunsch nach „Öko-Touristen“! Die Idee der TAT in Ehren, aber ist Bäumchen pflanzen und Fahrradfahren wirklich der ultimative Anreiz für Thailands „Qualitätstouristen“? So wie ich die Farangs (Ausländer) kenne, sind die Gründe für einen Thailand Urlaub meistens ganz anders gelagert und zum Fahrrad fahren gibt es sicher bedeutend optimalere Länder mit weniger Hitze und gefährlicher Fahrweise auf den Strassen. Ich trau mich hier jedenfalls schon kaum, mit einem grossen Motorrad herum zu kurven und ich zähle wirklich nicht zu den Angsthasen. Bei den vielen Hunden und der thailändischen (zum Teil kriminellen) Fahrweise, geht es auf den Strassen manchmal höchst gefährlich zu und her und ich habe als Westler sehr lange gebraucht, bis ich mich an die rauen Sitten auf Thailands Strassen gewohnt habe. Nein, also Bäumchen pflanzen sollten die Thais dann doch noch selber! Immerhin gehört das Holz Business ja zu einem wichtigen Wirtschaftszweig des Landes und gewisse Eigenverantwortung muss nun mal jedes Land selber übernehmen und vor allem zuerst einmal vor der eigenen Haustüre wischen, bevor man eigene Versäumnisse an Touristen delegiert…!

Montag, 13. August 2007

Thais gewinnen Microsoft Wettbewerb

Bericht:
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Ein Team thailändischer Studenten hat kürzlich den alljährlich stattfindenden Imagine Cup gewonnen, einen Wettbewerb im Software-Design. Sie siegten mit einem Programm, das automatisch graphische Darstellungen von Büchern herstellt, die Kindern beim Lesenlernen helfen können. Die Gewinner erhalten von Microsoft 25.000 US-Dollar. Die Teams aus Korea und Jamaika landeten auf dem zweiten bzw. dritten Platz. TIP.TH

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ThaiLive Kommentar zum Thema:
Thailand, Studenten, Wettbewerb, Microsoft, Intelligenz, Software Kopien...

Bravo Thailand! Erfolgsgeschichten verbreite ich immer gerne, wenn es denn schon welche gibt. Pikant dabei ist, dass ausgerechnet Thailand diesen Wettbewerb gewonnen hat, wo das Land ja andererseits als eine der grössten Fälscherzentrale, oder wohl treffender gesagt, Kopierzentrale der Welt bezeichnet wird. Im Vergleich zum Ertrag, den Microsoft (ehemaliger Arbeitgeber in der Schweiz) hier in Thailand durch all die Raubkopiererei flöhten geht, dürften sich die 25'000.-- US$ eher als läppisches Trinkgeld heraus nehmen. Immerhin gehen Microsoft (und nicht nur MS!) durch Thailands Raubkopiererei Millionen, wenn nicht Milliarden von Dollars verloren. Darüber dürften sich wohl Bill Gates & Co. nicht besonders freuen! Immerhin zeigt die Leistung aber auch, dass die Thais doch nicht ganz so dumm sind, wie immer wieder behauptet wird. Auch wenn der Intelligenzquotient der Thai-Studenten verglichen mit anderen Ländern im Durchschnitt laut Statistik viel tiefer liegt, so gibt es offenbar immer wieder Ausnahmen…

Freitag, 10. August 2007

Thailändischen Mädchen sind Kondome "zu fortschrittlich"


Bericht:
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Jedes zweite Mädchen kann oder will kein Kondom benutzen. Was noch erschreckender ist: Fast alle thailändische Schulmädchen trauen sich nicht ihren Partner zu fragen, ein Kondom zu benutzen. Sie könnte dann als "zu fortschrittlich gelten" und ihr Ruf wäre ruiniert, berichtet die Bangkok Post. "Ich wünschte, die thailändische Gesellschaft hätte eine positivere Einstellung zu Kondomen,. Genau so wie man auch beim Essen einen eigenen Löffel benutzt, um sich vor Krankheiten zu schützen", äußerte der Gesundheitsminister Mongkol Na Songkhla gegenüber der Zeitung. TIP.TH

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ThaiLive Kommentar zum Thema:
Thailand, Mädchen, Kondome, Fortschritt, Aids…

Nicht weiter verwunderlich, da doch andererseits viele Männer immer noch auf "ohne" pochen! Vor allem auch in der Barfrauen Szene wird das immer wieder verlangt, wie ich schon oft aus Foren und persönlichen Berichten erfuhr. Dabei ist ein Kondom gerade hier zu Lande äusserst empfehlenswert, bei all den Krankheiten (Aids etc.) die hier so grassieren. Obige Umfrage bezieht sich dann allerdings weniger auf die thailändische Bar-Szene, als vielmehr auf die normalen thailändischen Jugendlichen. Dabei bin ich mir aber nicht einmal so sicher, ob diese auch alle ehrlich geantwortet haben und es manchmal nicht eher mit Gleichgültigkeit, oder zum Teil einfach (sorry) mit etwas Dummheit zu tun hat. So hat meine Frau zum Beispiel schon auf mehrere benachbarten 15-20 jährigen Mädchen gedeutet (die hier ab und zu vorbei laufen), die schon einmal oder sogar mehrmals abgetrieben haben. Ein Lerneffekt scheint sich da also nicht einzustellen und man könnte fast den Eindruck kriegen, dass Abtreiben einfacher ist als Kondome zu benutzen...

Donnerstag, 2. August 2007

Automobilindustrie: Thailands wichtigste Wirtschaftsbranche!

Export treibt Fahrzeugproduktion an. Auf die schwächelnde Konjunktur, die instabile politische Lage, die Gewalt im Süden des Landes und das geringere Vertrauen der Konsumenten in die Zukunft führt die Autobranche das Minus beim Verkauf neuer Fahrzeuge zurück. Der Automobile Industry Club of the Federation of Thai Industrie (FTI) sagt voraus: Bis Ende des Jahres werden in Thailand nur noch 1,257 Millionen Fahrzeuge gegenüber den bislang 1,284 Millionen prognostizierten vom Band laufen. Das wäre im Jahresvergleich immer noch ein Plus von 9,1 Prozent. 626.000 Autos sollen im Land einen Käufer finden, 631.000 per Schiff exportiert werden. Der Inlandsverlauf soll gegenüber 2006 um 3,7 Prozent einbrechen. Stärker als erwartet hat sich bislang der Export entwickelt. Ende des Jahres soll das Plus 16 Prozent erreichen. Die Automobilindustrie ist mit Einnahmen von jährlich 200 Milliarden Baht inzwischen Thailands wichtigste Wirtschaftsbranche. TIP.TH
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ThaiLive Kommentar zum Thema:
Automobilindustrie, Industrie, Wirtschaft, Konjuktur, Export...
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Interessant und man lernt nie aus. Nun weiss auch ich, dass die Automobilindustrie die wichtigste Thailands ist. Dabei ist interessant zu beobachten, dass sich der Inland- und Auslandverkauf fast die Waage halten. Zudem planen neuerdings diverse grosse Motorradhersteller, künftig ihre schweren Maschinen ebenfalls in Thailand zu produzieren. Triumph hat bereits ein grosses Werk in Rayong und wenn andere Markenproduzenten folgen, wird das für Thailand (und natürlich auch für mich) äusserst interessant. Eine Yamaha Egli Vmax Version wie mein ehemaliger Egli-Spezialumbau aus der Schweiz, werde ich hier allerdings kaum wieder finden, aber mit einer Harley Davidson VRod aus thailändischer Produktion und Preis, würde ich mich auch noch begnügen... ;-)

Mittwoch, 25. Juli 2007

Diebstähle Grund für Stromausfälle im Isaan: EGAT

Der staatliche Stromversorger EGAT macht den Diebstahl von Leitungen und Strommasten für die vielen Stromausfälle im Nordosten des Landes verantwortlich. Einheimische montierten sie ab, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Es würden sogar Bolzen von den Masten gestohlen, weil sie in den Fahrzeugen der Farmer verwendet werden können. Laut EGAT ist dem Problem besonders schwer beizukommen, weil das Stromnetz in der Region mit rund 7000 Kilometer Länge besonders groß sei. Die EGAT versucht, das Problem mittels Kampagnen und der Einstellung von Einheimischen zu lösen, die auf das Netz aufpassen sollen. Es wurden sogar Fischteiche rund um Strommasten angelegt, um potentiellen Dieben die Arbeit zu erschweren. TIP.TH

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EGAT, Stromausfälle, Diebstahl, Typisch Thailand...

In letzter Zeit gingen mir für meine Beiträge etwas die Ideen aus, da ich hin und wieder den Eindruck hatte, darüber schon berichtet zu haben. Liegt wohl auch in der Natur der Sache, dass sich viele Themen immer wiederholen. Zum Glück sah ich dann heute die Meldung im TIP Thailand, die mich wieder einmal inspiriert hat, einen neuen Beitrag zu schreiben. Ab der Nachricht habe ich mich dann auch köstlich amüsiert und möchte diese hier gerne abdrucken, weil es dabei wieder mal so um eine typisch schöne und herrliche Thailand Story geht. Irgendwie sagt diese Kurzmeldung relativ viel über Thailand aus und passt vor allem völlig in das aktuelle Bild des Landes mit all seinen Eigenheiten, Absurditäten und Problemen.
Gestern meinte dann auch Sala (meine Frau) etwas sorgenvoll, Thailands Probleme seien zurzeit sehr ernst und schlimm (Militär-Putsch-Regierung, Wirtschaft, Demos, Bomben, Gewalt im Süden, Probleme mit neuem Flughafen, starker Baht etc.), aber ich würde mich ja nicht gross dafür interessieren! Diesen Vorwurf musste ich allerdings sofort abwenden und setzte sie wieder einmal vor meinen PC, um ihr meinen Blog zu zeigen, obwohl sie natürlich kein Wort von dem versteht, was ich hier so alles zusammenschreibe. Hätte ich tatsächlich kein Interesse an dem, was in Thailand passiert, würde ich mir mit meinem Blog wohl kaum so viel Mühe geben.

Andererseits muss man sich als Farang natürlich schon fragen, was man denn wohl für das Land so alles tun könnte (ausser Geld für Tsunami-Opfer spenden), wo man ja hier kaum Rechte hat und sich bei der Regierung fast im Kniefall dafür bedanken muss, dass man in diesem ehrenwerten Land geduldet ist!? Die Regeln für Immigranten und ausländische Unternehmen sind ja alles andere als Ausländerfreundlich, obwohl man andererseits auf deren Währung auf keinen Fall verzichten möchte. Dass ich mich nicht für Thailands Geschehen interessiere, stimmt also auf keinen Fall, aber andererseits ist es natürlich schon so, dass die Thais ihre Probleme selber lösen müssen, wie das in jedem anderen Land auf dieser Welt auch der Fall ist! Ich meine, beispielsweise die Schweiz überlässt das ja auch nicht den Jugos, Türken und Muslimen, um ein vielleicht etwas ungleiches Beispiel anzuführen…

Donnerstag, 21. Juni 2007

Thailändische Exporte: Neuer Rekord

Bericht:

Trotz der Stärke des Baht gegenüber dem US-Dollar stiegen Thailands Exporte im vergangenen Monat gegenüber demselben Zeitraum 2006 um fast 21% und erreichten 13 Milliarden US-Dollar, laut Aussage des Handelsministers ein historisches Hoch für den Monat Mai. Der Wert der in den ersten fünf Monaten dieses Jahres exportierten Waren wird auf 58,7 Milliarden US-Dollar geschätzt, das sind 18,8% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, während die Importe mit 53,4 Milliarden US-Dollar nur um 4,4% stiegen. Damit verzeichnet das Königreich einen Handelsbilanzüberschuß von 5,3 Milliarden. Thailands drei wichtigste Exportgruppen sind Elektronik, elektrische Maschinen sowie Fahrzeuge und Fahrzeugteile, sie machen insgesamt über 70% der Exporte aus. Das Land ist daneben auch der weltweit führende Exporteur von Reis und Gummi. TIP.TH
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Thailand, Wirtschaft, Exporte, starker Baht...
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Na also liebe Leute, es geht doch! Ich freue mich immer, wenn ich hin und wieder erfreuliche und erfolgreiche Thailand Meldungen bringen darf. Von den anderen gibt es ja hier leider genug!

Samstag, 26. Mai 2007

Thailand: Haushalte sind hoch verschuldet

Bericht:

Immer mehr Thais tappen in die Schuldenfalle. Nach einer jüngsten Umfrage der University oft the Thai Chamber of Commerce kommen auf jeden Haushalt 134.190 Baht. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Zunahme von 13 Prozent. Die Kredite wurden bisher vor allem für den Kauf von Autos, Elektronik und Möbeln aufgenommen. Jetzt haben die Interviewer einen neuen Trend erkannt: Thais brauchen geliehenes Geld, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Das gilt besonders für Haushalte mit einem monatlichen Einkommen zwischen 10.000 und 20.000 Baht. THAIPAGE.CH

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Thailand, Haushalt, Baht, Schulden, Kredite...

"Nahezu 2 von 3 Thais mit finanziellen Problemen!" - lautete meine Überschrift vom 6. April.
Die Situation in Thailand spitzt sich zu! 134'190.-- Baht (um die 3000.-- €) sind in Thailand sehr viel Geld und diese Zahl hat den Zenit wohl noch lange nicht überschritten. Da die Statistik nur in eine Richtung zeigt, ist eine Besserung der Situation kaum in Sicht. Es gibt in unserer Umgebung sogar Leute, die der Geldsorgen wegen ganz offen über Suizid nachdenken und wir (meine Frau und ich) haben selber schon einem Nachbarn über die Runde geholfen, weil wir uns ernsthaft um seine Gesundheit sorgten…

Mittwoch, 16. Mai 2007

Thailand will mehr synthetischen Gummi produzieren

Wussten Sie, dass Thailand der weltweit grösste Erzeuger von Naturkautschuk ist?
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Bericht:
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Thailand will innerhalb der nächsten fünf bis sechs Jahre die Produktion von synthetischem Gummi steigern, um mit der steigenden Nachfrage schritthalten zu können. Das kündigte Landwirtschaftsminister Thira Sutabutr am Montag im Gespräch mit Journalisten am Rande des 43. Weltgummigipfels in Bangkok an. Thailand produzierte 2006 mehr als drei Millionen Tonnen Naturgummi, wovon 2,7 in den Export gingen, während der Export von synthetischem Gummi nur 15% dieses Wertes erreichte, obwohl dieser auf dem Weltmarkt einen höheren Preis erzielt.

Sonntag, 13. Mai 2007

Thailand: Doch keine Klage gegen Youtube!

Bericht:

Die thailändische Regierung sieht nun doch davon ab, Googles Video-Plattform Youtube zu verklagen. Grund sei die rasche Reaktion. Ein wenig überraschend ist es schon: Noch vor kurzem wollte die thailändische Regierung alles daran setzen, Youtube zu verklagen, oder die Video-Plattform sogar komplett zu verbieten. Doch plötzlich macht die Regierung eine 180-Grad-Wendung. "Wir haben beschlossen, Google nicht zu verklagen, weil diese sich bereit erklärt haben, 12 Video-Clips von der Youtube-Web-Site zu entfernen", begründet Vissanu Meeyoo, Sprecher des thailändischen Informationsministeriums die Entscheidung. So eine Meldung der Nachrichtenagentur AP. Grund für Thailands Zorn waren Scherz-Videos des Monarchen Bhumibol Adulyadej. In einem der Videos war der Monarch neben einigen Füßen zu sehen, welche in seine Richtung zeigten. Dazu wurde die thailändische Nationalhymne gespielt. In Thailand gelten Füße als etwas sehr schmutziges, weswegen der König dies als äußerste Beleidigung empfand. "Wir haben den größten Respekt vor seiner Majestät König Bhumibol Adulyadej", schreibt Google in einer Stellungsnahme. Weiterhin heißt es darin: "Wir respektieren genauso sehr Thailands Gesetze und Traditionen und hoffen, dass wir möglichst bald eine Einigung in der derzeitigen
Meinungsverschiedenheit erzielen". testticker.de

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Thailand, Regierung, Verbote, Monarch, Youtube, Scherz-Videos, Klage...

Wer das Verhalten der thailändischen Regierung schon über längere Zeit verfolgt, dürfte über die Kehrtwendung im Fall "Anklage gegen Google" wohl kaum überrascht sein. Es ist ja bei weitem nicht das erste Mal, wo die Regierung in Ihren Entscheiden einen Rückzieher macht oder sich nach dem Blatt im Winde dreht! Was mich allerdings etwas erstaunt ist, wenn nun das thailändische Informationsministerium glaubt, die Geschichte damit ein für allemal vom Tisch zu haben. Es ist ja zu erwarten, dass immer wieder mal neue solche Videos auftauchen und ob dann Google auf die Dauer gewillt und in der Lage ist, solche Videos sofort und von sich aus vom Web zu nehmen, ist die andere Frage. Thailand kommt wohl kaum darum herum, jemand dafür abzustellen, der in Zukunft Youtube rund um die Uhr überwacht und dafür sorgt, dass der arme König nicht weiter verunglimpft wird. Es ist auch nicht anzunehmen, dass solche Scherze nicht auch auf anderen Geschichten Thailands übergreifen und dann wird es für die Regierung immer schwieriger, Sheriff über das ganze Web zu spielen...

Freitag, 27. April 2007

Thailand: Heissester Tag seit 47 Jahren!

Zum Thema Klima habe ich schon folgende Berichte verfasst:

- Klimadebatte: Hysterie, Hype und harte Fakten!
- Wetterrekord! - Eiszeit verhindert?
- Bangkok könnte in 15 Jahren unter Wasser stehen...
- Klimawandel

So reiht sich dann die folgende Meldung auch nahtlos ins Thema ein:

Bericht:

Die Temperaturen stiegen gestern in der Provinz Tak auf 44 Grad Celsius. Es war der heißeste Tag seit 47 Jahren in Thailand. Laut Statistik wurde der höchste jemals in Thailand gemessene Wert mit 44,5°C am 27. April 1960 in der Provinz Uttaradit registriert, der zweithöchste am darauffolgenden Tag mit 43,9°C in der Provinz Udon Thani. In Tak wurden 43,7°C im Jahr 1983 und 43,5°C im Jahr 2004 aufgezeichnet. Der Chef des Wetteramts Tak berichtet, daß seit Anfang dieses Monats das Quecksilber in dieser nördlichen Provinz regelmäßig über die 40°C-Marke klettere. Er sagte, die Leute versuchten, der Affenhitze auszuweichen, indem sie tagsüber möglichst nicht mehr nach draußen gehen, außer wenn sie sich in einem Fluß abkühlen können. TIP.TH

Montag, 16. April 2007

Songkran: Wen kümmern schon Verbote?

Bericht:

In Chiang Mai fanden an drei aufeinander folgenden Tagen Gratiskonzerte statt, und das ganz ohne offizielle Genehmigung. Die Behörden waren offenbar hilflos. Sie konnten auch das Verbot bezüglich des Verkaufs von Alkohol auf privatem Gelände nicht durchsetzen, wo sich große Gruppen von Teenagern versammelten. Zehntausende drängten sich in der Huay Kaew Straße, die für die nicht genehmigten Konzerte einfach abgesperrt wurde. Schwere Verkehrsstauungen waren die Folge, es kam sogar zu vereinzelten Raufereien. Es gab allerdings keine Berichte über schwerere Verletzungen. Neben Hunderten von Beamten der Stadtverwaltung und der Polizei halfen auch etwa 1000 Soldaten mit, für die Sicherheit entlang der Straße zu sorgen, die Menge zu kontrollieren und den Verkehr zu regeln.
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In Bangkok war auch heuer wieder die Khao San Road, das Mekka der Rucksacktouristen, wieder gerammelt voll mit Feiernden, die mit Spritzpistolen und anderen Geräten ausgerüstet waren. Die Polizei hatte die Verwendung von Pulver und anderen Materialien verboten, was den etwa 200 Arbeitern der Stadtverwaltung ihre heutige Aufgabe, die Khao San und die umliegenden Nebenstraßen wieder zu reinigen, etwas erleichtern dürfte. Die Polizei berichtet, es habe keine Beschwerden von Frauen wegen irgendwelcher Belästigungen gegeben, und führt das darauf zurück, daß sich die meisten von ihnen angeblich an den Rat hielten, während des Festes nicht in allzu offenherziger Kleidung herumzulaufen. TIP.TH

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Songkran, Thailand, Verbote, Gesetze, Alkohol, FBA, KRC, Strassenverkehr...

Eigentlich könnte man die Frage auch verallgemeinern:
"Thailand, wen kümmern schon Verbote"?
Wozu eigentlich Gesetze, wenn Sie nicht durchgesetzt werden, könnte man sich manchmal fragen?! Daran kränkelt Thailand wohl ganz allgemein und nicht nur während der Songkran Zeit und nicht nur in Chiang Mai! Wie oft hat doch die Regierung schon irgendwelche neuen Regeln und Gesetze erlassen, um diese nach kurzer Zeit wieder zu verwerfen, weil sie nicht durchsetzbar waren, oder sich im Nachhinein herausstellte, dass diese eine negative Auswirkung auf die Wirtschaft, den Staat, oder das Land ganz allgeimen hatten, oder extreme Probleme mit der Lobby XY auftraten! So z.B. geschehen, beim Verbot der Alkoholwerbung. Dass dieses neue Gesetz der Opposition der Bierlobby (Chang & Co.) nicht lange standhalten konnte, war mir zum Vornherein klar und so kam es dann auch, dass die Gesetze schon nach kurzer Zeit wieder geändert wurden. Eigentlich läuft das häufig so in Thailand. Man setzt zuerst mal eine wahnwitzige Gesetzes-Idee durch, um diese dann bei überbordender Opposition oder negativen Auswirkungen wieder zu ändern oder Rückgängig zu machen. So wurde seinerzeit z.B. dem Ausländer plötzlich verboten, auf einer thailändischen Bank ein Bankkonto zu eröffnen! Dieser Entscheid wurde dann auch bereits nach 2 Monaten wieder verworfen, weil man gemerkt hat, dass dadurch die Renten der Pensionierten nicht mehr ins Land kommen können und ergo weniger Devisen in die Wirtschaft fliessen, - aber das ist eigentlich nur ein Beispiel von vielen. Im Moment ist die Regierung ja auch daran, das FBA (Foreign Business Act, jenes Gesetzes, das die Geschäftsaktivitäten von Ausländern in Thailand regelt) zu ändern, wobei ein Bericht des Kasikorn Forschungszentrums schon im Vorfeld darauf hinweist, dass diese Änderung das Vertrauen der Ausländer beeinträchtigen und langfristig gesehen negative Folgen für das Land haben könnte.

So wird Thailand wohl weiterhin mit den Gesetzen „künsteln“, wobei es vielleicht schon mal gut wäre, die bestehenden richtig anzuwenden und durchzusetzen, wie z.B. die Strassenverkehrsgesetze…!

Samstag, 14. April 2007

Majestätsbeleidiger Oliver Jufer begnadigt! - Zurück in der Schweiz!


Eigener Bericht:

Der in Thailand wegen Majestätsbeleidigung zu 10 Jahren verurteilte Schweizer Oliver Jufer wurde von König Bhumibol Adulyadej begnadigt und von den Behörden ausgeschafft. Jufer, der sich in der Zwischenzeit wieder in der Schweiz befindet, kam wohl durch seine Tat zu unverhoffter Pseudo-Prominenz. So hat sich dann sogar Bundesrätin Micheline Calmy-Rey persönlich eingeschaltet und sich bei König Bhumibol Adulyadej für die Begnadigung bedankt.
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Der 57-jährige Jufer war am 29. März in der nordthailändischen Stadt Chiang Mai zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er sich am 5. Dezember letzten Jahres im Vollrausch an 5 Porträts des Königs vergangen hatte. Dem ging voraus, dass Jufer in angetrunkenem Zustand offenbar ein paar Flaschen Bier kaufen wollte, die ihm in einem nahe gelegenen Geschäft verweigert wurden, weil Thailand für den Tag des königlichen Geburtstags ein Alkohol-Verkaufsverbot erlassen hatte. Dabei dürfte Jufer wohl ausgerastet sein und sich für die verwehrten Biers gerächt haben. Dass er sich dafür aber ausgerechnet Portraits des Königs aussuchte, war wohl die schlechteste Wahl! Die abgöttische Verehrung des Königs durch Thais, Rechte und Pflichten, sowie Gesetze, Moral und Traditionen in Thailand, sind für Westler zwar in der Tat nicht immer leicht zu verstehen und nachvollziehbar, was andererseits natürlich niemandem das Recht gibt, diese nicht zu respektieren oder zu beachten. Schweizer erwarten ja auch, dass sich Ausländer an Schweizer Rechte und Gepflogenheiten halten! Wie auch immer, Jufer hat wohl in diesem Fall noch einmal viel Glück gehabt, wenn man bedenkt, dass die thailändische Justiz ihn im Höchstfall bis zu 75 (!!!) Jahren Haft hätte verurteilen können, weil jedes versprühte Bild als einzelne Majestätsbeleidigung zählte!

Was den König wohl zu diesem Schritt bewogen hat, mag man sich dabei fragen? Hat es vielleicht mit seinem früheren Leben in der Schweiz zu tun, oder hat ihn etwa die Songkran Zeit versöhnlich gestimmt? Vielleicht will er damit ja aber auch einfach eine Botschaft an die thailändische Bevölkerung senden und damit signalisieren, den Kult um ihn und seine Familie zu lockern und ihn weniger abgöttisch anzubeten, was ja auch im Falle der YouTube Blockade wieder ganz klar zum Ausdruck kam, wo der Schuss für die Regierung dann allerdings nach hinten los ging, weil diese Sperre erst recht etliche Nachahmer aufs Parkett rief und zudem viele weitere negative Äusserungen gegen die Monarchie und das Königreich herauf beschworen hat! Politisch hält sich der König sehr zurück und zieht die Fäden lieber hinter den Kulissen und so werden sich dann Gesetze und Regeln um die Monarchie in Thailand wohl auch kaum so schnell ändern...

Freitag, 6. April 2007

Nahezu 2 von 3 Thais mit finanziellen Problemen!

Bericht:
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Einkünfte reichen nicht: Umfrage Eine Abac-Meinungsumfrage unter 1845 Personen in Bangkok und Umgebung ergab, daß Mitglieder in 60% der Familien mit finanziellen Problemen kämpfen und sich Geld bei Kredithaien oder Kreditkartenunternehmen leihen. Nahezu jede zweite Familie kommt finanziell gerade so über die Runden, hat aber keinerlei Ersparnisse. Fast jede fünfte Familie kommt mit dem derzeitigen Einkommen nicht aus, und jede dritte bräuchte monatlich sogar zwischen 5 und 10.000 Baht mehr, um alle Ausgaben bestreiten zu können. Von dieser Gruppe borg(t)en etwa 43% Geld von Angehörigen und/oder Freunden, 23% von Kredithaien und 13% von Quick-Cash-Instituten und über Kreditkarten. 47% erklärten, ihr Leben sei hart, und über ein Viertel der Befragten sagte, sie seien nicht sicher, daß Familienmitglieder nicht dem Drogenmißbrauch oder einem anderen Laster verfallen. Bei der Lösung ihrer Probleme baut rund die Hälfte auf die Familie, während mehr als ein Drittel ihre Hoffnung in Beratungsdienste setzt. 60% gaben an, ihre Familie lebe getrennt von anderen - ein Zeichen, daß es in der thailändischen Gesellschaft bereits ziemlich einsam geworden sei, kommentierte Vize-Premier Minister Paiboon Wattanasiritham. TIP.TH
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ThaiLive Kommentar zum Thema:
Geld, Geld ausleihen, Zins, Glücksspiel, Zocken...
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Was ich in meinem Beitrag "Die 20 Gebote" (als eines der Gebote) etwas überspitzt auf die Schippe nahm, wird mit dieser Umfrage ganz klar "zementiert"! Trotzdem ist es für mich immer wieder erstaunlich, wie Thais mit diesem Thema umgehen. In der Schweiz (z.B.) könnte das Volk schon lange nicht mehr ruhig schlafen. Bei Thais gehören solche Verhältnisse offenbar zum Alltag und die meisten scheinen sich an die Situation gewöhnt zu haben. Es kommt dann auch nicht selten vor, dass wir hier auf dem Land schon mal 1000 – 5000 Baht ausleihen und es mit happigen Zinsen (20-40%!!) wieder zurück erhalten. Selbst solche (aus westlicher Sicht) hohen (Wucher-) Zinse halten Thais nicht ab, sich Geld zu borgen! Die Probleme sind dann allerdings auch meistens hausgemacht. So habe ich schon oft beobachtet, dass Thais, sobald sie wieder etwas Geld haben, es auch ohne zu zögern wieder ausgeben und dies meistens nicht unbedingt „Suffizienz-wirtschaftlich“, wie das von der Regierung immer wieder gepriesen wird! Nein, viel lieber wird in eine neue teure und völlig überdimensionierte Soundanlage für den Pick-Up, anstatt z.B. „nachhaltig“ in den Haushalt investiert. Auch kann es durchaus passieren, dass einer beim Kartenspiel sein Handy, Uhr etc. als Pfand hinterlegt, um es später dann gegen einen abgemachten Preis wieder auszulösen. Überhaupt wird unglaublich viel „gezockt“ in diesem Land, obwohl das Glücksspiel in Thailand ja grundsätzlich verboten ist. Ich habe sogar schon Polizisten gesehen, die in Ihrer Freizeit ganz ordentlich „mitgezockt“ haben, aber das ist ja in Thailand eigentlich nichts Aussergewöhnliches…

Donnerstag, 5. April 2007

Thailands Internet Benutzer bevormundet: “YouTube“ geblockt!

Bericht:

Internetbenutzer berichteten gestern, dass die thailändischen Behörden die beliebte Website YouTube wegen eines angeblich beleidigenden Videos über Seine Majestät den König blockierten. ICT Minister Sitthichai Pookaiyaudom erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, er habe diese Blockade persönlich angeordnet, nachdem in der vergangenen Woche alle Versuche des Ministeriums, die Seite zu sperren, fehlgeschlagen seien. Wenn YouTube den Beitrag herausnehme, werde auch die Sperre wieder aufgehoben, sagte der Minister. Auf YouTube, das zu Google gehört, werden viele strittige Videos über die thailändische Politik gezeigt, aber den Ausschlag für die Sperre war eine satirische Slide-Show über den Monarchen, die ein Benutzer mit dem Namen "paddidda" hinaufgeladen hatte und der bis Mittwoch bereits 16.000 Mal angeklickt worden war. Die 532 abgegebenen Kommentare waren kritisch bis unhöflich. Laut Sitthichai erklärte YouTube den thailändischen Beamten, man empfinde den Clip nicht als aggressiv und lehnte daher eine Sperre ab. TIP.TH
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ThaiLive Kommentar zum Thema:
Medien, Web, YouTube, Majestätsbeleidigung, Zensur...

Verständlich, dass Thailands Regierung solche Beiträge im Internet sauer aufstossen, zumal es eines der höchsten Vergehen im Königreich ist, sich über den König und dessen Familie in irgend einer Weise lustig zu machen, zu kritisieren oder sich in der Öffentlichkeit negativ über diese zu äussern! Würden andere Länder ebenso auf solche Vorkommnisse reagieren, müsste wohl ein Grossteil bekannter Internet Portale, Blogs etc. geschlossen werden und weltweite Mediensperren verhängt werden und die Betreiber sähen sich einer einzigen Klageflut ausgeliefert. „Das Internet ist frei“, dürfte für Thailand in diesem Fall wohl kaum zutreffen, wurden doch auch beim Putsch vom September 2006 etliche Medien wie Zeitungen, TV und Radio Stationen, sowie Internet Seiten zensuriert und teilweise sogar geschlossen. Thailand will offenbar um jeden Preis verhindern, dass in der Öffentlichkeit schlecht über das Land, die Regierung und deren Bevölkerung gesprochen wird. Oppositionelle, demokratische Aktivisten, oder Anhänger des gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatras Regierung und Militärs kritisieren dann auch, dass seit dem Staatsstreich am 19. September letzten Jahres in Thailand die Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit eingeschränkt ist. Nach einem Bericht der OpenNet-Initiative ist die Freiheit im Netz besonders in den Ländern Thailand, China, Türkei und Weissrussland gefährdet. Da ich das Internet über einen "Proxy Server" benutze, hatte ich heute nach wie vor Zugang zu YouTube. Das Video wurde in der Zwischenzeit übrigens entfernt und der Account "paddidda" geschlossen, wie ich feststellte.

Montag, 2. April 2007

Militärs beim Wahrsager!

Bericht:
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Thailands Militärs fühlen sich vom Glück verlassen und haben in der Bevölkerung an Vertrauen verloren. Um in Zukunft tragfähige Beschlüsse zu fassen, haben Mitglieder des von den Militärs gebildeten Rates für Nationale Sicherheit (CNS) einen prominenten Astrologen in Chiang Mai aufgesucht. Vom Wahrsager Varin Buaviratlert erwarteten sie Tipps, wie sie bis zur Wahl eines neuen Parlaments Thailands Zukunft gestalten sollen. Unter den Reisenden in den Norden des Landes waren der stellvertretende CNS-Vorsitzende und Luftwaffenchef Chalit Phukphasuk und mit Khun Piyada die Ehefrau des Putschistenführers General Sonthi Boonyaratkalin. THAIPAGE.CH

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ThaiLive Kommentar zum Thema:
Wahrsager, Geister, Aberglaube…

Nun, dass die Thais für westliche Verhältnisse übermässig an Geister und Dämonen glauben, ist soweit nichts Neues. Dass sich jetzt aber nun schon das Militär (sprich Übergangsregierung) von Wahrsagern beraten lässt, ist für westliche gebildete und gelehrte Menschen dann wohl kaum mehr nachvollziehbar und würde einer europäischen Regierung in diesem Falle als Ratlosigkeit oder sogar Unfähigkeit vorgeworfen werden. Das ist aber im Fall Thailands sicher nicht so, denn die thailändische Regierung gibt sich bestimmt alle erdenkliche Mühe, ihr Land so gut wie möglich zu führen und es wäre sicherlich vermessen, so etwas zu denken! Zudem steht der Rat für die Nationale Sicherheit (CNS) ja nicht alleine da, wenn es darum geht, sich in schwierigen Zeiten an „höhere Mächte“ zu wenden. Ein gutes Beispiel dafür findet man auch bei westlichen Staatsoberhäuptern wie z.B. beim Präsidenten der vereinigten Staaten von Amerika, Georg W. Busch. Auch er ruft „höhere Gewalten“ an, mit dem Ausspruch: „God bless Amerika“! - Zudem kenne ich viele Menschen, die nur dann in die Kirche gehen, wenn sie Probleme haben und Hilfe brauchen - wobei ich als Autor sicherlich nicht der richtige Ansprechpartner für Recht und Glauben bin und schon gar nicht darüber zu urteilen vermag…

Sonntag, 1. April 2007

Optimale Leistungsbilanz im Januar

Bericht:
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Thailands Leistungsbilanz wies im Januar einen hohen Überschuss aus, den höchsten seit sieben Jahren, begünstigt durch robuste Hi-Tech und Agrar-Exporte, denen offenbar auch der hohe Bahtkurs nichts anhaben konnte, meldet die Zentralbank. Der Überschuss lag im Januar bei 1,54 Milliarden Dollar, der zweithöchste Wert seit Januar 2000, wo er 1,69 Milliarden Dollar betrug. TIP.TH
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Positive Nachrichten, TIP ONLINE Schlagzeilen…

Ich bin immer wieder erfreut, wenn ich hie und da auf positive News aus Thailand stosse, denn von der anderen Sorte gibt es ja leider genug. Wenn ich als Beispiel die heutigen TIP ONLINE Schlagzeilen hernehme, klingt das dann wie folgt:

* Mekong: Extrem niedriger Wasserstand *
* Dürre: 8 Millionen in 58 Provinzen betroffen *
* Prügelnde Lehrer sollen vor Gericht *
* Hotelverband warnt vor Alk-Gesetz *
*Crew bei Explosion schwer verletzt *

(wobei solche Meldungen natürlich nicht am TIP ONLINE liegen!)

Freitag, 30. März 2007

Schweizer in Thailand verurteilt

Bei Majestätsbeleidigung versteht die thailändische Justiz keinen Spass!
Wer schon einige Zeit in Thailand lebt oder Thailand besser kennt, kann das gut nachvollziehen.

Bericht:

Der Schweizer hatte im Mai vergangenen Jahres im Vollrausch mehrere Porträts von König Bhumibol Adulyadej mit schwarzer Farbe besprüht. Der 57-Jährige hatte sich in allen Punkten der Anklage schuldig bekannt. Er war in fünf Fällen der Majestätsbeleidigung angeklagt. Auf jedes einzelne Vergehen stehen bis zu 15 Jahre Haft. Statt maximal 75, begnügte sich das Gericht jetzt mit 20 Jahren Haft! Wegen des Schuldeingeständnisses wurde die Strafe um die Hälfte reduziert. Richter Pitsanu Tanbuakli bezeichnete die in der nordthailändischen Stadt Chiang begangenen Taten als "schweres Verbrechen". Der Verurteilte war von Videokameras bei seinen Schmierereien gefilmt worden. Er hatte sich ausgerechnet den 5. Dezember für seine Tat ausgesucht - den Geburtstag des Königs. Der aus Zürich stammende und mit einer Thäiländerin verheiratete Jufer kann gegen das Urteil Berufung einlegen.

Der 79-jährige König feierte im Juni vergangenen Jahres sein 60-jähriges Thronjubiläum. Kein anderer Monarch weltweit ist schon so lange im Amt. Von vielen seiner Landsleute wird er aufrichtig verehrt. Noch heute tragen Millionen Thailänder (nicht nur) montags ein gelbes T-Shirt. Gelb ist die Farbe der Monarchie, und Bhumibol wurde an einem Montag geboren. Dank dieser Beliebtheit und seiner in 60 Jahren auf dem Thron erworbenen Autorität verfügt der König auch über starken Einfluss auf die Politik seines Landes, auch wenn er kaum gesetzlich verbriefte Befugnisse hat. Sehr weitgehend ist er allerdings vor kritischen Worten geschützt.

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) kommentiert die Höhe der Strafe aus Respekt für die Unabhängigkeit der Justiz nicht, wie Sprecher Jean-Philippe Jeannerat auf Anfrage sagte. NEWS.CH
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ThaiLive Kommentar zum Thema:
König, Majestätsbeleidigung, Verbrechen, westliche Sicht...

Der Verurteilte lebt seit zehn Jahren in Thailand. Nach Angaben der Schweizer Botschaft in Bangkok kann der 57-Jährige seine Strafe nicht in der Schweiz absitzen. In dem entsprechenden Rechtsabkommen sei diese Möglichkeit bei allen Delikten, die die Königsfamilie betreffen, ausdrücklich ausgeschlossen.

Der Schweizer hätte sich wohl besser beim Nebelspalter www.news.ch/Spray+it+yourself/271426/detail.htm) mit seinen Sprayereien ausgelassen, da wäre er zumindest straffrei ausgegangen!

Wer mit Thailand besser vertraut ist, dürfte das aus Schweizer Sicht wohl unverhältnismässig hohe Urteil nicht besonders überraschen. Es gibt wohl kaum ein anderes Land, wo ein Volk seinen König dermassen verehrt und ihm derart untergeben ist, wie in Thailand. Wer schon gelegentlich Bilder am Fernsehen aus dem Königspalast gesehen hat, hat sich sicher schon verwundert, in welcher für Westler fast unglaublichen Manier sich sogar Regierungsvertreter der höchsten Ränge dem König (buchstäblich) zu Füssen legen
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Unvorstellbar was passiert, wenn der über alles geliebte König seinem Volke eines Tages nicht mehr zur Verfügung stehen kann…

Samstag, 17. März 2007

Klimadebatte: Hysterie, Hype und harte Fakten!

Wenn auch nicht Thai spezifisch, dafür umso bewegender...
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Bericht:
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Der Mediensturm der globalen Erwärmung ist in diesem Winter wie ein Hurrikan über uns herein gebrochen und hat einen Konsens erzeugt, der von den Gegnern dieser wissenschaftlichen Theorie als pseudoreligiöse Hysterie bezeichnet wird. Diese Negierer warnen – durchaus richtig – vor klimapolitischen Schnellschüssen, die mehr Schaden als nutzen würden. Sie sagen auch, dass bis jetzt noch nie ein angekündeter Weltuntergang eingetreten ist. Daher solle man einfach so weiter machen, wie bisher. Tatsächlich lässt sich nicht bestreiten, dass nun manche Kreise – den UNO-Klimabericht wie eine Bibel an einer Prozession vor sich her tragend – die Sünder aufrufen, zu bereuen, da das Ende nahe sei. Doch diese Stimmen gibt es immer und auf diese zu hören bringt kaum produktive Lösungen. Wenn Emotionen hoch gehen, hat die Vernunft wenig Chancen. Doch dies gilt für beide Seiten. Es bleibt wohl nichts anderes übrig, als einmal eine kleine Auswahl von Argumenten zu betrachten, soweit es der Umfang dieser Kolumne erlaubt. Das Hauptargument der Negierer ist immer die Aussage, dass es gar nicht klar sei, ob, und wenn ja, wie stark, der Mensch mit dem Kohlendioxid die Atmosphäre beeinflusse. Ebenso könne eine Sonnenphase mit erhöhter Abstrahlung durch Rückkopplungseffekte eine Klimaerwärmung auslösen. Dies stimmt sicher, sind Klima Veränderungen in der Weltgeschichte ja durchaus bekannt. Doch diese Faktoren kennen auch die Klimaforscher und werden in die Berechnungen schon seit Jahren mit einbezogen. Auch andere Fehlerquellen, wie Mess-Ungenauigkeiten werden berücksichtigt. Die Bandbreiten der Prognosen sind denn auch beträchtlich und die Wissenschaftler geben offen zu, dass das Erdklima ein extrem komplexes System ist. Doch der Trend bleibt, trotz aller Korrekturen, eindeutig. Die Zahlen der Klimaforscher scheinen solid zu sein und die Behauptung, dass die Wissenschaftler berechtigte Einwände nicht berücksichtigten, ist einfach falsch. Auch behauptet kein ernsthafter Forscher, dass die Erde wegen des Klimawandels untergehen würde. Die drohenden Folgen könnten aber einen Zusammenbruch der Zivilisation, Hungersnöte, Kriege und Völkerwanderungen zur Folge haben: Alles schon da gewesen und gar nicht utopisch.
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Das zweite Schlachtfeld der Debatte ist die Energiediskussion. Die Negierer finden, dass sich hier nichts ändern müsse. Es reiche aus, mehr Öl und Kohle zu fördern und allenfalls ein paar AKWs zu bauen. Die staatliche Förderung von alternativen Energien sei hinaus geschmissenes Geld; die Privatwirtschaft werde es schon richten. Und selbst wenn das Öl ausginge, werde der Mensch eine Alternative finden. Die Frage ist, wer hier verträumter ist, die Bejaher oder die Negierer. Unsere Vorräte an fossilen Brennstoffen sind endlich. Sie entstanden vor Hunderten Millionen von Jahren aus Wäldern und Sümpfen, die durch geologische Vorgänge komprimiert und gewandelt wurden, wobei nur ein minimaler Teil der damaligen Biomasse tatsächlich in förderbare Kohle und Öl übergeführt wurde. Es handelt sich um gespeicherte Sonnenenergie aus Jahrmillionen. Unsere gesamte Wirtschaft, Industrie und Landwirtschaft hängt momentan an diesen rasch schwindenden Vorräten. Selbst wenn dies nicht das Klima beeinflussen würde, vernichten wir munter das energetische Fundament unserer Gesellschaft. Das Argument, dass dank neuer Fördertechniken die Vorräte auch noch hundert Jahre reichen würden, und nicht nur vierzig, ist idiotisch. Denn alles was damit gesagt wird, ist, dass es uns egal ist, ob der Kollaps unserer Gesellschaft in zwei oder vier Generationen stattfindet, weil wir keine Vorarbeit geleistet haben. Auch das Argument, dass die öffentliche Förderung von alternativen Energiequellen nutzlos sei, ist mindestens so heuchlerisch.
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Die Atomkraft wurde in der Anfangszeit massiv aus Steuergeldern gefördert. Und die Kernfusion erhält – obwohl sie seit fünfzig Jahren immer dreissig Jahre in der Zukunft liegt – auch immer noch Millionen. Die Behauptung, dass sich – wenn es denn nötig wäre – automatisch ein Ersatz finden würde, zeugt schliesslich von einer naiven Geschichtsblindheit. Denn die Menschheit nähert sich dem Ende einer einzigartigen historischen Phase, jener Epoche, wo es praktisch gratis Energie gab. Erst Kohle und dann auch Öl sind für die letzten 200 Jahre eine Batterie gewesen, eine einzigartige Energiequelle aus einer Vergangenheit, von der man damals nicht mal etwas wusste. Es ist kein Zufall, dass die industrielle Revolution ihren Anfang in einer Dampfmaschine hatte, die dazu diente, das Wasser aus Kohlegruben zu pumpen und so die Kohleförderung entscheidend zu erleichtern. Doch diese Batterie wird unweigerlich einmal leer sein. Im Angesicht des rasch steigenden Energiebedarfs von Ländern wie China oder Indien eher früher als später. Wenn sich die Vorräte dann wirklich verknappen und keine Alternativen zur Verfügung stehen oder zumindest in Vorbereitung sind, werden Rohstoffkriege unvermeidbar sein.
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Bis vor kurzem waren die Rollen von Träumern und Realisten klar vergeben. Doch der sich abzeichnende Umbruch verteilt diese neu. Dass sich die Realisten von gestern mit Händen, Füssen und bösen Worten gegen ihre neue Rolle als wirklichkeitsfremde Träumer wehren, ist begreiflich, aber tragisch. Denn die neue Energiezukunft braucht dringend Pragmatismus, Realismus, Tatkraft und vor allem ein zielgerichtetes Vorgehen. Sicher, die Negierer haben Recht, wenn sie meinen, dass ein breiter Konsens keine Wahrheit etabliere. Doch das gilt ebenso wenig für den Wunsch, dass bitte doch alles gut sein müsse, weil es nicht anders sein darf. Eliminiert man Hysterie und Hype, so bleiben harte Fakten übrig, die ein Handeln erfordern – je früher desto besser. NACHRICHTEN.CH
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ThaiLive Kommentar zum Thema:
Klima, Klima-Erwärmung, Umwelt, CO2, Feinstaub, Notstand

In der Schweiz ist die Klima Debatte voll im Gang und Bundesrat Moritz Leuenberger hat sich dann das Thema in seinem neuen Blog auch gleich auf die Fahne geschrieben: http://moritzleuenberger.blueblog.ch
Was diesbezüglich in Thailand, abgeht ist gut am aktuellen Beispiel der Gegend um Chiang Mai ersichtlich, wo die Feinstaubbelastung pro Kubikmeter auch schon mal Werte bis zu 383 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter beträgt und somit den Grenzwert von 120 massiv übersteigt! Dass sich die Regierung dabei überlegt, den Notstand auszurufen, ist nicht weiter verwunderlich. Es ist schon fast ein Hohn, wenn Negierer dann wieder argumentieren, Klimaveränderungen hätte es seit dem Bestehen der Erde schon immer gegeben und seien völlig normal!