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Eigene Beiträge / Hinweise auf lesenswerte Thailand Berichte:


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Freitag, 18. November 2011

Carsten Schmidt’s Schicksal – Farang in Thailand vom Hochwasser erfasst!

Ich lebe schon lange in Thailand und bin Franchise-Nehmer eines 7/11 Shops, den meine Frau seit 5 Jahren betreibt. Als 2. Standbein habe ich mir in der Nähe eine kleine Bäckerei eingerichtet. Das Gebäck verkaufte ich auf lokalen Märkten, vorwiegend in Muang Ake, einer Siedlung in Rangsit-Pathum Thani. Als diese nicht mehr zu erreichen war, bekamen die TV Bilder ein Gesicht.

Anfang Oktober glich Muang Ake einer Landzunge im Norden. Im Westen und Osten wurden hohe Sandsackwälle errichtet, wobei 2 Zufahrtswege geöffnet blieben. Die Märkte brachen ein und mit Backen war es vorbei. Den 7/11 Shop hätten wir auch am liebsten geschlossen. Die Anlieferungen blieben aus und die Regale leerten sich zusehends. Der Franchisegeber Charoen Pokphand (www.cpthailand.com) bestand allerdings darauf, die Geschäfte am Laufen zu halten und erst dann zu schliessen, wenn das Wasser unmittelbar vor der Tür steht. Kurze Zeit später erreichte die Flut die Südseite des Wat Nawong. Per Auto kam man gerade noch durch. Dabei hatte ich die Strasse zum Fluchtweg erkoren, weil der Weg südöstlich bereits unter Wasser stand. Der dortige Bahndamm hielt aber noch. 

Die Anwohner meinten, ich bräuchte mir keine Sorgen zu machen, denn hier hätte es noch nie Probleme gegeben. Die Gegend sei sicher, da die 2 Golfplätze in der Nähe gut geschützt würden. Ein paar Tage später lief das Wasser über den Bahndamm und anschliessend direkt in meine Bäckerei. Ich hatte schon vorher alles gesichert, höher gestellt und die Sicherungen entfernt. Zudem hatte ich diverse Gegenstände aufs Auto verladen und zum 7/11 gebracht. Dort war es noch trocken und der Laden geöffnet. Meine Frau ist Nichtschwimmerin und wenn wir bis zum Ende geblieben wären, hätte ich meinen fast neuen Toyota Vigo nicht mehr heraus bekommen. Deshalb sind wir zur Schwägerin nach Sai Mai gefahren und haben den Laden zwangsweise in die Obhut der Angestellten übergeben. Die Strasse vorbei am Wat Nawong, stand schon tief unter Wasser. Bugwellen entgegenkommender Fahrzeuge klatschten bis zur Frontscheibe hoch und überspülten das Dach. Die Anspannung war gross und wich erst, als wir in Sai Mai ankamen. In der Siedlung der Schwägerin drang das Wasser auch schon durch Abwasserkanäle und setzte die Strassen nur 2 Tage später mit 10cm unter Wasser. Wir kauften noch Backsteine und bildeten eine Mauer, aber als das Wasser weiter stieg, stand es schon im Haus.

Danach sind wir zur Schwester nach Minburi gefahren, in deren Neubausiedlung bis auf eine grössere Pfütze noch alles im Trockenen lag. Die ganze Sippe war da. Eltern, Schwestern, Brüder - und alles was dazu gehört. Wir schliefen am Boden auf Decken, die im ganzen Haus verteilt waren. Der Vater beruhigte, hier sei alles sicher, wessen Meinung er 2 Tage später revidierte. Also sind wir weiter nach Nakon Sri Thammarat gezogen, wo wir das Stammhaus der Familie erreichten. Mir war das nicht recht, weil‘s dort noch ungemütlicher war und ich die Hälfte der Familie nicht mochte.

Boller Hans hatte mir schon mehrfach Hilfe angeboten, aber meine Frau hatte sich immer gesträubt. Sie wollte im Kreise der Familie bleiben und sich nicht in fremde Obhut begeben. Später nahm sie Kontakt mit einer Freundin aus Phuket auf, die dort mit einem subkontinentalen Asiaten verheiratet ist und ein Restaurant betreibt. Wir könnten zu ihnen ziehen und ich dort Kebab verkaufen und Kuchen backen und erst noch preiswert wohnen, meinte sie. Das klingt gut, dachte ich mir und so sind wir weiter nach Phuket gezogen. Dort frisch angekommen, war die Welt noch in Ordnung. Tags darauf änderten sich allerdings die Vereinbarungen. Das Zimmer sollte jetzt plötzlich 700.-- Baht Hochsaisontarif/Tag, anstatt 5‘000.-- im Monat kosten und Kebab und Kuchen könnte ich mir ans Bein streichen, weil ich damit ihr Geschäft konkurrenziere. Ich sollte besser vor dem Restaurant Ausflugstouren verkaufen, weil das eine gute Provision abwirft und mich keine Standmiete kostet. 40% gingen an ihn und 60% an mich. Da würden dann nur noch 10‘000.-- Baht an Anmeldegebühren anfallen. Ich hatte noch nicht fertig überlegt, als schon wieder von 5‘000.-- Baht Miete die Rede war.

So viele Änderungen in so kurzer Zeit - das war zu viel! Am nächsten Tag packten wir die Koffer und reisten zu Boller Hans. Dieser hatte noch immer ein Zimmer für uns bereit, denn gute Freunde bleiben bei ihren Zusagen! An diesem Ort, westlich von Bangkok in Richtung Kanchanaburi, geht es uns gut und wir wollen hier einen Neuanfang wagen. So machten wir uns vor ein paar Tagen auf, Muang Ake mit dem Boot zu erreichen. Unser 7/11 war bis zu 2/3 abgesoffen und in der Bäckerei stand das Wasser bis zum Bauch. Es stank fürchterlich und die Wände waren schon mit Schimmel befallen. Anhand der Wasserränder konnte man sehen, wie hoch das Wasser ursprünglich stand. Bis zur Schulter muss es gereicht haben. Viel höher, als ich dachte. Dadurch ging mehr in die Brüche, als erwartet und so war für mich schnell klar, dass ich nicht mehr an diesen Ort zurückkehren konnte.

Wir holten dann noch den Ofen und schoben ihn durchs Wasser, bis zu einer Brücke, von wo wir ihn aufs Auto hievten. Den Fernseher, Teigkneter und die Gefriertruhe etc., transportierten wir auf einem gemieteten Boot. Als der Bootsführer sah, was wir alles angeschleppt hatten, verdoppelte er seinen Preis auf der Stelle auf 2‘000.-- Baht. Das Ausnutzen von Notsituationen ist hier normal. Nächstes Mal gehe ich erst wieder dahin, wenn der Ort wieder per Auto erreichbar ist. Bleibt zu hoffen, dass die verbleibenden Sachen noch in Takt sind, falls sie nicht schon entwendet wurden.

Wie es auch immer enden mag, ich werde den Kopf nicht hängen lassen und hier in Ban Heu Krabock zwischen Bangkok und Kanchanaburi neu anfangen und eine kleine Bäckerei aufbauen, mit feinem Brot und Kuchen, wie in Deutschland!



Zudem noch ein Link zum Thema Schimmel, der hier auch zur Sprache kam: www.wochenblitz.com/nachrichten/17310-schimmel-soll-beseitigt-werden.html#contenttxt%20
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Samstag, 12. November 2011

MoMa-Reporter: Bangkok - die Metropole in den Fluten

Nachdem ich die folgende Reportage gestern bereits auf Facebook verlinkte, möchte ich das heute auch noch auf ThaiLive nachholen. Dabei handelt es sich um einen guten, realen und sachlichen Bericht zur aktuellen Lage in Bangkok, ohne die übliche Medien Sensations-Aufmache und Beschönigungen von Regierungsvertretern und der Tourismusindustrie:

Sonntag, 6. November 2011

ThaiLive Bericht aus Bangkok vom Sonntag, 6. November 2011

Es gab diverse Gründe, wieder mal nach Bangkok zu fahren. Meine Eindrücke und Empfindungen der letzten Tage hier nachfolgend in ein paar Absätzen:

Als ich am Mittwoch den 2. November 2011 am späteren Nachmittag auf dem Motorway am Flughafen Suvarnabhumi vorbei in Richtung Bangkok fuhr, erlebte ich das grösste Verkehrschaos, das ich in den letzten 6 Jahren auf dieser Stecke je gesehen habe. Ich konnte mir den gewaltigen Stau nur damit erklären, dass sich viele Bangkoker nach der Flutwarnung der Regierung und dem damit verbundenen temporären Aufenthalt in Pattaya & Co., wieder zurück nach Bangkok begaben. Beim Abzweiger Richtung Zentrum und Sukhumvit Road, verdünnte sich der Traffic merklich und die Ausfahrt in die Sukhumvit war im Gegensatz zu sonst nahezu leer.

Am nächsten Tag viel mir sofort auf, wie wenig Touristen sich im Zentrum befinden und diverse Geschäfte und Gebäude die Eingänge mit Sandsack- und sonstigen Schutzwällen verbarrikadierten. Viele der Schutzmassnahmen wirken unprofessionell und unzureichend und lassen den Schluss zu, dass sie dem Wasser nicht lange standhalten, falls es soweit kommt. Die Devise lautet da wohl eher: Egal ob es hilft oder nicht, Hauptsache wir haben etwas dagegen getan. Die Wälle reichen von wenigen Sandsäcken bis hin zu hohen und dicken Verbauungen vor Eingängen und Gebäuden, mit teilweise Treppen und Lücken, für den weiteren Zugang. Die Blockaden dürften aber im Endeffekt kaum in der Lage sein, das Wasser nachhaltig abzuhalten und daran zu hindern, in die Geschäfte und Gebäude einzudringen. Der Grossteil der Schutzwälle ist dann auch sicher mehr im Bereich der beruhigenden psychologischen Massnahmen anzusiedeln, welche die Erbauer etwas ruhiger schlafen lassen. Der Security Manager vom Landmark Hotel an der Sukhumvit (zu dem ich anschliessend noch komme), hat mir dann auch verraten, dass einzig Doppelblockaden mit leeren Zwischenräumen helfen, Wassermassen, die sich im Zwischenraum sammeln, vom weiteren Vordringen abzuhalten, indem sie laufend abgepumpt werden.

Beim Gang zum Schweizer Konsulat an der 35 North Wireless Road, war ich mehr oder weniger der einzige Besucher und sowohl im Computer Center Pantip Plaza, wie auch im MBK Center und den restlichen Orten waren für diese Jahreszeit sehr wenig Ausländer zu sehen. In persönlicher Angelegenheit und im Zusammenhang mit 2 vermissten, resp. untergetauchten Schweizern, über die ich zu einem späteren Zeitpunkt auf ThaiLive berichten werde, habe ich mich ausführlich mit dem Security Manager des Landmark Hotels an der Sukhumvit Road unterhalten, einem der teuersten und grössten Hotels der Gegend. Gegen Ende des Gespräches kamen wir  - wie könnte es auch anders sein - einmal mehr auf die Hochwassersituation in und um Bangkok zu reden, wobei ich erfuhr, dass auch sein Heim wie viele andere bis zur Hüfte unter Wasser steht. Zu guter Letzt meinte er, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei und noch 3-4 Tage dauern dürfte, bis auch die Sukhumvit 20-40cm unter Wasser stehen würde und dass es eine Illusion sei, anzunehmen, dass das noch zu verhindern sei. Ziemlich offene, direkte und beunruhigende Töne aus dem Munde einer Kultur, die sonst eher versucht, Probleme und unangenehme Situationen zu verdrängen, unter den Tisch zu wischen und darüber hinweg zu lächeln!

Die Aussage des Security Mangers wird auch dadurch gestützt, dass die Tage noch weitere Anstrengungen bei Geschäften und Gebäuden unternommen wurden, Hab und Gut vor dem Schlimmsten zu bewahren. Es sieht fast so aus, als würden immer weniger Bangkoker an einen positiven Ausgang der Flutsituation in der Innenstadt glauben und auch ich werde meine Zweifel nach all meinen Recherchen der letzten Zeit und trotz anfänglich positivem Sicherheitsempfinden im Zentrum nicht los, dass sich das Wasser nun doch nicht an die Vorgaben der Regierung hält und sich seinen eigenen und unaufhaltsamen Weg Richtung Küste bahnt, auch wenn ich persönlich und viele andere sich das wohl noch immer nicht so richtig vorstellen können und wollen und nach wie vor daran glauben, diesem Alptraum unbeschadet zu entkommen…
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Samstag, 29. Oktober 2011

Gast-Bericht eines Deutschen Expats aus Bangkok!

Folgenden aktuellen und authentischen Bericht eines Deutschen Expats in Bangkok möchte ich an dieser Stelle gerne auf ThaiLive wiedergeben:

Ich lebe mit meiner Partnerin in Bangkok in der Ramkamhaeng Road. Das ist nordöstlich gelegen, jedoch relativ zentral und nicht am Rande der Stadt. Seit 2 Wochen wird das Wasser hier nun schon erwartet, aber es passierte bis heute nichts. Wir wohnen im Erdgeschoss und wären deshalb besonders betroffen. Meine Partnerin hatte schon vor 3 Wochen eine Luftmatratze gekauft, auf der sie nun schläft, weil sie Angst hat, das nachts das Hochwasser kommt. Seit sie die Matratze hat, ist sie wesentlich ruhiger geworden, treibt mich aber trotzdem seit 2 Wochen täglich an, Lebensmittel, Lebensmittel und nochmals Lebensmittel zu kaufen, Trinkwasser Vorräte zu verdreifachen und Wassertonnen für Dusch- und Waschwasser zu organisieren. Kam noch dazu, dass sie eines Morgens loszog, um alle auftreibbaren Sandsäcke zu kaufen, die im Moment noch verfügbar waren. Ein Sandsack kostet aktuell um die 45 Baht, also teuer. Heute hatten wir noch nachgelegt und diverse Rigipsplatten gekauft, mit denen wir die Türen und Fenster von Aussen dichtmachten, nachdem wir diese mit Folie isolierten. Zwischenzeitlich haben wir in der 2. Etage ein freies Apartment als Fluchtwohnung angemietet, für den Fall, dass das Wasser mehr als 50cm steigt. In dem Fall würden wir unser jetziges Apartment „versiegeln“ und nach oben ziehen.

Bislang ist Bangkok relativ trocken geblieben. Ausnahme sind der gesamte Norden im Don Mueang Bereich, die linke Seite des Chao Praya Flusses, also Thonburi, im Nahbereich des Flusses, sowie nahe dem rechten Bereich des Chao Prayas, dessen Teil es im Moment noch nicht so stark getroffen hat. Im Nordosten ist es Sai Mai und Minburi. Minburi schon seit letzter Woche. Gestern gab es in der Soi 50 an der Sukhumvit nasse Füsse, weil ein Deich gebrochen war. Später hiess es, das Wasser sei aus den Gulli’s gekommen.

Und da sind wir auch schon beim Hauptproblem! Die Regierung und das FROC gaben und geben ständig bewusste oder unbewusste Falschmeldungen und Informationen an die Bevölkerung heraus, mit denen sie beim Volk Panik und Verunsicherung auslösen, ohne bestehenden Anlass. Solche Meldungen hören sich dann in etwa wie folgt an:

Flutwehre werden heute geöffnet, bitte alles in die oberen Etagen bringen, oder besser noch Bangkok verlassen. – Nur 1 Tag später heisst es dann, dass noch keine Flutwehre geöffnet wurden und die Leute nicht in Panik verfallen sollen. - Neue Info: Auf Grund der Versorgungsprobleme mit Trinkwasser sollen die Bangkoker das Leitungswasser in Trinkflaschen abfüllen, das Wasser hätte beste Qualität und sei nicht verunreinigt. - 2 Tage später wird gewarnt, dass man auf keinen Fall Leitungswasser trinken soll. - Vorgestern dann die Information, dass diverse Strassenbereiche im Osten gesprengt werden sollen, um das Wasser aus der Stadt in Richtung Osten zu kanalisieren und die Khlongs zu entlasten. - Gestern dann die Mitteilung, dass dieser Vorschlag von der Premier Ministerin abgelehnt wurde und nicht durchgeführt wird. – Heute meldeten die Medien, dass möglicherweise nun doch gesprengt werden soll. Die gesamte Versorgung durch die öffentlichen Medien ist eine Farce, ein reines Schmierentheater.

Vorgestern hat die Regierung alle Beamten in einen bezahlten 5 Tages Urlaub geschickt. Die Flutdämme am Airport Suvarnabhumi wurden auf 4m erhöht und alle Bangkoker sind in dieser Woche 2x aufgefordert worden, die Stadt zu verlassen, denn Hilfe könne bei der Evakuierung nicht garantiert werden. Das war für mich ein Zeichen, dass die braune Brühe nun wirklich im Anmarsch ist. Gestern war es dann soweit. Der Chao Praya Fluss ist übergelaufen und von Don Mueang her läuft immer mehr Wasser Richtung Zentrum. Im Moment ist das Wasser auf der Lat Prao Road im nördlichen Bereich Bangkoks angekommen. Dort soll es etwa 50cm hoch stehen und sich direkt in unsere Richtung (südlich) bewegen. Im Weiteren wird gesagt, dass sich die Strassen schneller fluten, als angenommen. Ich erwarte das Hochwasser in unserem Gebiet morgen Sonntag früh oder gegen Mittag!

Wegen dem Wasser mache ich mir allerdings weniger Sorgen. Vielmehr ist es das Problem mit der Versorgung von Lebensmitteln, denn es hat schon in den vergangenen 2 Wochen viele Hamsterkäufe gegeben und die Grossmärkte kommen mit den Lieferungen nicht mehr nach. Auch deshalb nicht, weil viele Grosslager durch Hochwasser schwer, bis gar nicht mehr erreichbar sind. Gestern sind die ersten Flieger aus Malaysia am Suvarnabhumi Airport gelandet, komplett gefüllt mit Trinkwasser, da die Trinkwasserversorgung in einzelnen Gebieten zusammen gebrochen ist. Wir haben Vorräte für ca. 2 Wochen. Das Wasser wird aller Voraussicht nach schätzungsweise aber 1-2 Monate bleiben, wenn es denn kommt und somit auch Grossmärkte und Minimarkts über längere Zeit lahm legen.

Was mein eigens Business betrifft, habe ich auch ein Handicap, weil die Post dann nicht mehr funktioniert und wegen Stromabschaltung das Internet weg bleibt. Zudem werden meine Lieferanten A: nicht mehr erreichbar sein und B: keinen Nachschub mehr erhalten. Um es auf den Punkt zu bringen, Bangkok wird komplett stillstehen, wenn das Wasser überall angekommen ist. Der Abfluss über den Chao Praya ist auch durch die Springflut begrenzt, die heute begonnen hat. Der Meeresspiegel ist angestiegen und bremst den Abfluss des Wassers zusätzlich aus. Demzufolge wird es in Bangkok stehen bleiben.

Nächstes Problem sind die dilettantischen Deichkonstruktionen aus Sandsäcken im Norden und Osten. Die können nicht halten. Wenn die erst mal aufbrechen, insbesondere in Nonthaburi und Pathumthani, kommt ein kleiner Tsunami durch Bangkok gerollt, denn dort oben im Norden steht die Suppe schon seit Wochen auf 1m und höher und staut sich an allen Ecken. Ich hatte es gestern mal grob durchgerechnet. Es gibt ausserhalb Bangkoks etwa 10 Mal so viel Wasser auf 1m Stau-Höhe, wie in ein unbebautes Bangkok passen. Diese Mengen müssen erst mal durch Bangkok fliessen, bis der Spuk vorbei ist. Heute lese ich, dass im Norden von Thailand schon wieder einige Flüsse über die Ufer traten. Bleibt nur noch zu hoffen, dass es die neuen Wassermassen gar nicht erst bis zur Hauptstadt schaffen...!
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Samstag, 15. Oktober 2011

Thailand Online-News zu Hochwasser, Wassermassen, Überschwemmungen, Überflutungen, Fluten, Fluthöhepunkt, Flutkatastrophe

Es wird im Moment derart viel über die Fluten und Überschwemmungen in Thailand geschrieben, dass sich ThaiLive entschieden hat, nicht auch noch explizit darüber zu berichten.

Wer die Seite regelmässig besucht, hat sowieso schon längst bemerkt, dass er/sie unter der Rubrik „Thailand Newsfeeds der internationalen Presse / Blogs“ jederzeit zu den neuesten, aktuellsten deutschsprachigen internationalen Presse-News über Thailand kommt. Zudem postet ThaiLive die aktualisierten Links auch regelmässig auf Facebook: www.facebook.com/markus.thailive und teilweise auch in der von ThaiLive 2010 gegründeten Gruppe "Deutschsprachige Expats und Thailand Fans": www.facebook.com/groups/ThailandFans 

Wer lokale deutschsprachige Online-News in Thailand bevorzugt, sieht sich am besten auf folgenden Seiten um:

Und hier noch ein paar englische Quellen:


Sonntag, 5. Dezember 2010

Bangkok: Untergang wie Atlantis?

Meine zugegebenermassen etwas provokante Prognose vor einem Jahr (HIER), scheinen nun auch andere zu bestätigen: HIER 
Ich will damit nicht den Teufel an die Wand malen und hoffe, dass sich die Experten allesamt täuschen!
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Dienstag, 8. Dezember 2009

Bangkok schon in 5-10 Jahren unter Wasser?

Die gestellte Frage könnte man sich durchaus stellen, wenn man den ThaiLive Beitrag vor 2 Jahren (http://thailive.blogspot.com/2006/11/bangkok-knnte-in-15-jahren-unter-wasser.html) mit den aktuellsten Klimawandel Prognosen von Experten vergleicht.

Meeresspiegel steigt schneller als befürchtet


Potsdam/Washington - Der Meeresspiegel könnte einer neuen Studie zufolge innerhalb dieses Jahrhunderts um bis zu 1,9 Meter ansteigen und damit deutlich schneller als erwartet. (fest/sda)

Ein so starker Anstieg wäre eine existenzielle Bedrohung vieler Küstenstädte und einer Reihe kleiner Inselstaaten, schreiben Prof. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und Martin Vermeer von der Technischen Universität Helsinki in den «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften: http://www.news.ch/Meeresspiegel+steigt+schneller+als+befuerchtet/418594/detail.htm

Über nachfolgenden Link gelangt man zu einem weiteren interessanten Vortrag von Prof. Stefan Rahmstorf: http://www.pik-potsdam.de/~stefan/Publications/Other/Rahmstorf_Klimawandel_Nov_2005_web.pdf
. Eine allgemeine Zusammenfassung zum Thema globale Erwärmung gibt's auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung. Umfassende Infos dazu bietet auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung: http://www.bmbf.de/pub/klimawandel.pdf und nicht zuletzt auch die später hinzugefügte Neuauflage 2011 von Germanwatch, welche besonders Klimaveränderungs-Kritikern zu empfehlen ist: http://www.germanwatch.org/klima/gkw11.pdf

Ob es sich bei den hunderten und tausenden von Untersuchungen und Prognosen von Klimaforschern und anderen Experten weltweit um reinen Klimawandel-Schwindel handelt, wie Kritiker monieren, wird die Zukunft zeigen!
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Freitag, 13. November 2009

"Brutale Klima-Zukunft" für asiatische Grossstädte!

Freud und Leid liegen oft nahe beieinander. Soeben habe ich noch auf den träumerischen Beitrag von Elischeba Wilde hingewiesen und stosse kurz darauf auf den folgenden Artikel, der eher für trübe Aussichten sorgt.

Wer plant, später einmal nach Asien, resp. Thailand zu ziehen, sollte sich das gut überlegen. Neben dem nachfolgenden Bericht gibt es diverse andere Horror-Szenarien, die Asien, resp. Thailand ein derart heisses Klima prophezeien, dass es hitzeempfindlichen und gebrechlichen Menschen schwer fallen dürfte, in solchen Ländern zu leben.


Hier geht's zum Bericht: "Brutale Klima-Zukunft" für asiatische Grossstädte!
Hier findet schon länger eine Diskussion zum Thema: Bangkok sinkt statt.
Weitere Klimabeiträge findet man unter dem Thema: Klima und Umwelt auf diesem Blog.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Klima Thailand

Als Ergänzung zu den bestehenden Thailand Informationen - kein weltbewegendes, aber immer wieder interessantes und spannendes Thema:

Klima / Wetter / Jahreszeiten in Thailand. Das Königreich Thailand geniesst eines der angenehmsten tropischen Klima der Welt, mit drei unterschiedlichen Jahreszeiten.

Sommer: Die Monate März bis Mai, bringen die heisseste und zugleich trockenste Zeit über Thailand. Durchschnittstemperaturen: 28° bis 33°.

Regenzeit: Vom Mai bis Oktober ist es in Thailand am feuchtesten. In dieser Zeit fällt der meiste Regen, der in diversen Regionen zu gelegentlichen Überschwemmungen führen kann. Durchschnittstemperaturen: 27° bis 30°.

Kühlere Zeit: In den Monaten November bis Februar ist es recht sonnig und mild. Je nach Region kann man aber schon mal einen Pullover vertragen, vor allem im Norden, wo es in höheren Regionen sogar schon mal gegen die 0° Grenze gehen kann. Durchschnittstemperaturen: 24° bis 27°


 

Legende:
Tagestemperaturen in °C
Nachttemperaturen in °C
Sonnenschein Std./Tag
Niederschlag Tage/Monat
Wassertemperatur in °C
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Samstag, 18. August 2007

Öko-Touristen willkommen: TAT

Bericht:

Thailands Tourismusbehörde (TAT) möchte, daß in- und ausländische Urlauber ihren Teil zur Linderung der Erderwärmung leisten und an umweltfreundlichen Aktivitäten teilnehmen. Zu diesem Zweck lanciert sie eine neue Kampagne mit dem schönen Titel „Low Emission Tourism Thai“ (deutsch etwa Thailändischer Niedrigemissionstourismus). Als Highlight dürfen Touristen Trips buchen, auf denen sie Bäumchen pflanzen sollen. Außerdem will die Kampagne Hoteliers dazu bringen, umweltverträgliche Container zu verwenden und Fahrradtouren anzubieten. TIP.TH

>> SELBST GEHÖRT - SELBST GESEHEN - SELBST ERLEBT <<
ThaiLive Kommentar zum Thema:
Thailand, Tourismus, Emissionen, Erderwärmung…
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Bei dieser Meldung musste ich nun wirklich schmunzeln und die Entwicklung eines Lachanfalls sanft unterdrücken! Dem thailändischen Wunsch nach mehr so genannten „Qualitätstouristen“ folgt nun also auch noch der Wunsch nach „Öko-Touristen“! Die Idee der TAT in Ehren, aber ist Bäumchen pflanzen und Fahrradfahren wirklich der ultimative Anreiz für Thailands „Qualitätstouristen“? So wie ich die Farangs (Ausländer) kenne, sind die Gründe für einen Thailand Urlaub meistens ganz anders gelagert und zum Fahrrad fahren gibt es sicher bedeutend optimalere Länder mit weniger Hitze und gefährlicher Fahrweise auf den Strassen. Ich trau mich hier jedenfalls schon kaum, mit einem grossen Motorrad herum zu kurven und ich zähle wirklich nicht zu den Angsthasen. Bei den vielen Hunden und der thailändischen (zum Teil kriminellen) Fahrweise, geht es auf den Strassen manchmal höchst gefährlich zu und her und ich habe als Westler sehr lange gebraucht, bis ich mich an die rauen Sitten auf Thailands Strassen gewohnt habe. Nein, also Bäumchen pflanzen sollten die Thais dann doch noch selber! Immerhin gehört das Holz Business ja zu einem wichtigen Wirtschaftszweig des Landes und gewisse Eigenverantwortung muss nun mal jedes Land selber übernehmen und vor allem zuerst einmal vor der eigenen Haustüre wischen, bevor man eigene Versäumnisse an Touristen delegiert…!

Freitag, 27. April 2007

Thailand: Heissester Tag seit 47 Jahren!

Zum Thema Klima habe ich schon folgende Berichte verfasst:

- Klimadebatte: Hysterie, Hype und harte Fakten!
- Wetterrekord! - Eiszeit verhindert?
- Bangkok könnte in 15 Jahren unter Wasser stehen...
- Klimawandel

So reiht sich dann die folgende Meldung auch nahtlos ins Thema ein:

Bericht:

Die Temperaturen stiegen gestern in der Provinz Tak auf 44 Grad Celsius. Es war der heißeste Tag seit 47 Jahren in Thailand. Laut Statistik wurde der höchste jemals in Thailand gemessene Wert mit 44,5°C am 27. April 1960 in der Provinz Uttaradit registriert, der zweithöchste am darauffolgenden Tag mit 43,9°C in der Provinz Udon Thani. In Tak wurden 43,7°C im Jahr 1983 und 43,5°C im Jahr 2004 aufgezeichnet. Der Chef des Wetteramts Tak berichtet, daß seit Anfang dieses Monats das Quecksilber in dieser nördlichen Provinz regelmäßig über die 40°C-Marke klettere. Er sagte, die Leute versuchten, der Affenhitze auszuweichen, indem sie tagsüber möglichst nicht mehr nach draußen gehen, außer wenn sie sich in einem Fluß abkühlen können. TIP.TH

Samstag, 17. März 2007

Klimadebatte: Hysterie, Hype und harte Fakten!

Wenn auch nicht Thai spezifisch, dafür umso bewegender...
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Bericht:
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Der Mediensturm der globalen Erwärmung ist in diesem Winter wie ein Hurrikan über uns herein gebrochen und hat einen Konsens erzeugt, der von den Gegnern dieser wissenschaftlichen Theorie als pseudoreligiöse Hysterie bezeichnet wird. Diese Negierer warnen – durchaus richtig – vor klimapolitischen Schnellschüssen, die mehr Schaden als nutzen würden. Sie sagen auch, dass bis jetzt noch nie ein angekündeter Weltuntergang eingetreten ist. Daher solle man einfach so weiter machen, wie bisher. Tatsächlich lässt sich nicht bestreiten, dass nun manche Kreise – den UNO-Klimabericht wie eine Bibel an einer Prozession vor sich her tragend – die Sünder aufrufen, zu bereuen, da das Ende nahe sei. Doch diese Stimmen gibt es immer und auf diese zu hören bringt kaum produktive Lösungen. Wenn Emotionen hoch gehen, hat die Vernunft wenig Chancen. Doch dies gilt für beide Seiten. Es bleibt wohl nichts anderes übrig, als einmal eine kleine Auswahl von Argumenten zu betrachten, soweit es der Umfang dieser Kolumne erlaubt. Das Hauptargument der Negierer ist immer die Aussage, dass es gar nicht klar sei, ob, und wenn ja, wie stark, der Mensch mit dem Kohlendioxid die Atmosphäre beeinflusse. Ebenso könne eine Sonnenphase mit erhöhter Abstrahlung durch Rückkopplungseffekte eine Klimaerwärmung auslösen. Dies stimmt sicher, sind Klima Veränderungen in der Weltgeschichte ja durchaus bekannt. Doch diese Faktoren kennen auch die Klimaforscher und werden in die Berechnungen schon seit Jahren mit einbezogen. Auch andere Fehlerquellen, wie Mess-Ungenauigkeiten werden berücksichtigt. Die Bandbreiten der Prognosen sind denn auch beträchtlich und die Wissenschaftler geben offen zu, dass das Erdklima ein extrem komplexes System ist. Doch der Trend bleibt, trotz aller Korrekturen, eindeutig. Die Zahlen der Klimaforscher scheinen solid zu sein und die Behauptung, dass die Wissenschaftler berechtigte Einwände nicht berücksichtigten, ist einfach falsch. Auch behauptet kein ernsthafter Forscher, dass die Erde wegen des Klimawandels untergehen würde. Die drohenden Folgen könnten aber einen Zusammenbruch der Zivilisation, Hungersnöte, Kriege und Völkerwanderungen zur Folge haben: Alles schon da gewesen und gar nicht utopisch.
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Das zweite Schlachtfeld der Debatte ist die Energiediskussion. Die Negierer finden, dass sich hier nichts ändern müsse. Es reiche aus, mehr Öl und Kohle zu fördern und allenfalls ein paar AKWs zu bauen. Die staatliche Förderung von alternativen Energien sei hinaus geschmissenes Geld; die Privatwirtschaft werde es schon richten. Und selbst wenn das Öl ausginge, werde der Mensch eine Alternative finden. Die Frage ist, wer hier verträumter ist, die Bejaher oder die Negierer. Unsere Vorräte an fossilen Brennstoffen sind endlich. Sie entstanden vor Hunderten Millionen von Jahren aus Wäldern und Sümpfen, die durch geologische Vorgänge komprimiert und gewandelt wurden, wobei nur ein minimaler Teil der damaligen Biomasse tatsächlich in förderbare Kohle und Öl übergeführt wurde. Es handelt sich um gespeicherte Sonnenenergie aus Jahrmillionen. Unsere gesamte Wirtschaft, Industrie und Landwirtschaft hängt momentan an diesen rasch schwindenden Vorräten. Selbst wenn dies nicht das Klima beeinflussen würde, vernichten wir munter das energetische Fundament unserer Gesellschaft. Das Argument, dass dank neuer Fördertechniken die Vorräte auch noch hundert Jahre reichen würden, und nicht nur vierzig, ist idiotisch. Denn alles was damit gesagt wird, ist, dass es uns egal ist, ob der Kollaps unserer Gesellschaft in zwei oder vier Generationen stattfindet, weil wir keine Vorarbeit geleistet haben. Auch das Argument, dass die öffentliche Förderung von alternativen Energiequellen nutzlos sei, ist mindestens so heuchlerisch.
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Die Atomkraft wurde in der Anfangszeit massiv aus Steuergeldern gefördert. Und die Kernfusion erhält – obwohl sie seit fünfzig Jahren immer dreissig Jahre in der Zukunft liegt – auch immer noch Millionen. Die Behauptung, dass sich – wenn es denn nötig wäre – automatisch ein Ersatz finden würde, zeugt schliesslich von einer naiven Geschichtsblindheit. Denn die Menschheit nähert sich dem Ende einer einzigartigen historischen Phase, jener Epoche, wo es praktisch gratis Energie gab. Erst Kohle und dann auch Öl sind für die letzten 200 Jahre eine Batterie gewesen, eine einzigartige Energiequelle aus einer Vergangenheit, von der man damals nicht mal etwas wusste. Es ist kein Zufall, dass die industrielle Revolution ihren Anfang in einer Dampfmaschine hatte, die dazu diente, das Wasser aus Kohlegruben zu pumpen und so die Kohleförderung entscheidend zu erleichtern. Doch diese Batterie wird unweigerlich einmal leer sein. Im Angesicht des rasch steigenden Energiebedarfs von Ländern wie China oder Indien eher früher als später. Wenn sich die Vorräte dann wirklich verknappen und keine Alternativen zur Verfügung stehen oder zumindest in Vorbereitung sind, werden Rohstoffkriege unvermeidbar sein.
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Bis vor kurzem waren die Rollen von Träumern und Realisten klar vergeben. Doch der sich abzeichnende Umbruch verteilt diese neu. Dass sich die Realisten von gestern mit Händen, Füssen und bösen Worten gegen ihre neue Rolle als wirklichkeitsfremde Träumer wehren, ist begreiflich, aber tragisch. Denn die neue Energiezukunft braucht dringend Pragmatismus, Realismus, Tatkraft und vor allem ein zielgerichtetes Vorgehen. Sicher, die Negierer haben Recht, wenn sie meinen, dass ein breiter Konsens keine Wahrheit etabliere. Doch das gilt ebenso wenig für den Wunsch, dass bitte doch alles gut sein müsse, weil es nicht anders sein darf. Eliminiert man Hysterie und Hype, so bleiben harte Fakten übrig, die ein Handeln erfordern – je früher desto besser. NACHRICHTEN.CH
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ThaiLive Kommentar zum Thema:
Klima, Klima-Erwärmung, Umwelt, CO2, Feinstaub, Notstand

In der Schweiz ist die Klima Debatte voll im Gang und Bundesrat Moritz Leuenberger hat sich dann das Thema in seinem neuen Blog auch gleich auf die Fahne geschrieben: http://moritzleuenberger.blueblog.ch
Was diesbezüglich in Thailand, abgeht ist gut am aktuellen Beispiel der Gegend um Chiang Mai ersichtlich, wo die Feinstaubbelastung pro Kubikmeter auch schon mal Werte bis zu 383 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter beträgt und somit den Grenzwert von 120 massiv übersteigt! Dass sich die Regierung dabei überlegt, den Notstand auszurufen, ist nicht weiter verwunderlich. Es ist schon fast ein Hohn, wenn Negierer dann wieder argumentieren, Klimaveränderungen hätte es seit dem Bestehen der Erde schon immer gegeben und seien völlig normal!

Samstag, 2. Dezember 2006

Wetterrekord! - Eiszeit verhindert?

Wenn auch nicht ganz Thailand bezogen, so knüpft dieser (etwas ausführliche) Artikel doch an meinen vorgängigen Beitrag an und ist äusserst interessant! Patrik Etschmayer schrieb diesen Bericht (der sich auf den überdurchschnittlich warmen Herbst in der Schweiz bezieht) am Freitag, 1. Dezember 2006 auf www.nachrichten.ch:

Bericht:
Der Herbst war nicht nur Rekordverdächtig sondern er brach fast sämtliche bekannten Wetterrekorde. Seit 326 Jahern (oder noch länger) sei es nicht mehr so mild gewesen. Drei bis vier Grad zu warm, war dieser meteorologische Herbst (der vom 1. September bis zum 30. November dauert), gewesen. Nach den ebenfalls sehr warmen Herbsten 2004 und 2005 scheinen sich hier also die Beweise dafür zu verdichten, dass die Klimaerwärmung nicht nur Tatsache sondern Alltag ist.


Dass vor kurzem die englische Regierung dieses Phänomen sogar mit einem Preisschild versehen hat, schien die Diskussion endgültig zu besiegeln. Trotzdem ertönen immer wieder Einwände gegen das scheinbar Offensichtliche, das Etablierte. Aber diese Leute werden nicht ernst genommen, sie sind als Spinner verschrien, die sich den Tatsachen verschliessen, sei es nun aus ideologischen oder wirtschaftlichen Gründen. Ketzer sind sie auf alle Fälle.

Vor etwa 10 Jahren war es noch umgekehrt. Die Global-Warming-Propheten wurden selbst allgemein als Spinner abgetan, als Endzeit-Prediger, die wieder ein neues Steckenpferd gefunden hatten, auf dem sie in die Apokalypse reiten konnten. Und wer mochte es den Kritikern damals auch verübeln, hatten doch bis dahin alle angekündigten Weltuntergänge nicht stattgefunden. Weder das Waldsterben noch der nukleare Holocaust. Was dabei geflissentlich ignoriert wurde, waren die konstant strenger gewordenen Umweltstandards, die dafür gesorgt hatten, dass die Schadstoffbelastung der Luft sich verringert und so manche Katastrophen verhindert worden waren.

Doch mit den seither immer häufigeren globalen Wetterkapriolen kam auch der Glaube an das neueste Weltuntergangsszenario. Es passt einfach zu gut zusammen: Treibhausgase und Klimaerwärmung, heisse Sommer, milde Herbste, Unwetter im Winter und Frühling. Wenn man Prophezeihungen nicht glaubt, ist es eine Sache... das Wetter vor der Tür draussen kann man kaum ignorieren. Das heisst hingegen noch lange nicht, dass die präsentierten Theorien zur globalen Erwärmung auch Tatsache sind. Klimaschwankungen sind für unseren Planeten eigentlich ganz normal, die Ursachen sehr verschieden. Unterschiedliche Sonnenphasen, Vulkanausbrüche, Kometeneinschläge, globale Vegetationszyklen beeinflussen alle das Klima.

Dass auch unser Verbrennen von fossilen Brennstoffen dazu beiträgt ist ganz klar. Allerdings weiss man immer noch nicht genau, wieviel dies ist. Und endgültig wird sich das nie herausfinden lassen, denn es ist uns nicht möglich, ein entsprechendes Experiment zu machen: Wir haben keine zweite Erde für eine Versuchsanordnung und auf absehbare Zeit wird es auch keine geben.

Nun gibt es ja Computermodelle, doch auch diese – obwohl sie immer besser werden – sind noch nicht in der Lage, alle Faktoren einzurechnen, da nicht alle Daten bekannt sind.

Denn auch die Landwirtschaft, die an einigen Orten vorrückende Wüste, das Ausbreiten des Siedlungsraumes und ozeanische Strömungen beeinflussen irgendwie das globale Klima. Im Angesicht dieser Komplexität, bleibt einem nichts, als entweder an die Menschen-gemachte Klima-Erwärmung zu glauben oder sie zu verwerfen.

Die Indizien sprechen momentan für 'daran glauben'. Doch was soll man nun daraus folgern? Wie soll man nun handeln? Persönlich, als Nation, als Weltgemeinschaft?

Eine Kombination von Massnahmen wäre wohl angeraten: Einerseits die absolut logische, den Versuch zu machen, nicht erneuerbare Ressourcen nicht einfach zu verbrennen, sondern überall auf grösstmögliche Effizienz hin zu arbeiten – nicht nur um CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern um die Vorräte zu schonen.

Andererseits: Sollte unser Einfluss allerdings doch geringer auf die Erderwärmung sein als geglaubt oder die Zeit für eine rechtzeitige Umkehr schon vorbei sein, stehen gigantische, globale Infrastrukturbauten zum Küstenschutz an, wenn nicht Millionen Menschen ihr Heim und ihre Existenz verlieren sollen. Es wäre keine schlechte Idee, damit schon heute zu beginnen, um eine gigantische Völkerwanderung zu verhindern.

In den achtziger und neunziger Jahren haben Klimaforscher übrigens noch ein ganz anderes Zukunftsszenario für die Erde gezeichnet: Es wurde schon bald eine neue Eiszeit erwartet, welche kilometerdicke Eispanzer über Europa wachsen lassen würde. Wenn durch unser Verheizen von Erdöl eine solche Eiszeit verhindert wurde oder noch wird, wäre dies vermutlich eine der grössten Ironien der Menschheitsgeschichte und noch grösser ist die Ironie, dass wir dies nie rausfinden werden. NACHRICHTEN.CH

Dienstag, 28. November 2006

Bangkok könnte in 15 Jahren unter Wasser stehen...

Als ich in der Schweiz anfangs der 90er Jahre an einem kalten Winterabend in der Sauna vom bevorstehenden Klimawandel sprach, haben mich einige ausgelacht. Selbige dürften heute anders denken, falls sie nicht mehr zu den Ignoranten gehören.

Bangkok und die umliegenden Provinzen werden in 15 bis 20 Jahren unter Wasser stehen, es sei denn, man errichtet Barrieren entlang des Chao Phraya Flusses. Das steht im neuesten Bericht des nationalen Katastrophenwarnzentrums. Sein Leiter, Smith Thammasaroj, sagte, Thailands Hauptstadt sehe angesichts der globalen Erwärmung - mit einem damit verbundenen Ansteigen des Meeresspiegels und stärkeren Niederschlägen - einer nassen Zukunft entgegen. Bangkok, seit 1782 Thailands Hauptstadt, ist über den Chao Phraya Fluss mit dem Golf von Thailand verbunden. Um das Schlimmste zu verhindern, sollte man beginnen, eine dauerhafte Barriere entlang des Chao Phrya zu bauen, um das Wasser daran zu hindern, nach Bangkok und in die benachbarten Provinzen abzufliessen", sagte Smith, der auch für das Tsunami Frühwarnsystem verantwortlich ist. Er machte sich in Thailand einen Namen, als er die Behörden als erster Meteorologe vor der Möglichkeit einer Riesenwelle an der Andaman-Küste warnte, Jahre bevor sie tatsächlich am 26. Dezember 2004 auftrat. (TIP)

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Dienstag, 14. November 2006

Klimawandel

Thailand unter den "schlechtesten 10" der Welt!

Bericht:
Thailand rangiert, was den Umgang mit dem Klimawandel betrifft, unter den 10 schlimmsten Ländern der Welt, so der jüngste Bericht von Germanwatch, einer in Deutschland beheimateten Umweltgruppe. Thailands Emissionen nähmen rasch zu und das Land verfolge keine nennenswerte Klimapolitik, heißt es in dem Report. Der daraus resultierende Punktestand von -0,49 auf der Skala von Germanwatch brachte Thailand den 50. Rang unter 56 Ländern ein. Thailand befindet sich unter den "schlimmsten 10" in schlechter Gesellschaft mit den Öl-fressenden Riesen USA und China und dem Ölproduzenten Saudi-Arabien. Im vergangenen Jahr war Thailand von Germanwatch noch als zwölftgrößter Klimasünder der Welt eingestuft worden. Der neue Report wurde am Rande der Klimakonferenz in Nairobi präsentiert. TIP.TH


Auf dem Land draussen wird nach wie vor sämtlicher Müll in aller Öffentlichkeit und unter freiem Himmel verbrannt. Auch wir müssen das bei uns so tun, weil es hier ganz einfach weit und breit kein einziges Abfuhrwesen gibt. Von Plastik, Gummi über Batterien - es landet einfach alles im Feuer! Das alleine kann aber noch lange nicht ausschlaggebend sein, dass Thailand unter den "schlechtesten 10" der Welt rangiert!

Samstag, 9. September 2006

Wetter

Wetter? Ja natürlich, darüber werde ich auch berichten. Es ist immerhin eines der beliebtesten Themen weltweit.

Heute: 34,2° im Schatten, sonnig, teilweise bewölkt. Tendenz: Schauer

In den letzten Tagen hat es ein paar Mal so richtig "gegossen" - und wenn ich von Thailands "Fontog" (Regen) spreche, so meine ich: "aus allen Kübeln"! Die Wiese neben unserem Haus liegt zum Teil noch unter Wasser, aber das ist nichts im Vergleich zum Norden, wo diverse Gebiete völlig überschwemmt wurden und die Bevölkerung teilweise zur Evakuation zwang! Ich werde dann mal noch über die Jahreszeiten in Thailand berichten...